Musk: „Werden mehr Model Y bauen als Model S, X und 3 zusammen“

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Hinzu kommt, dass es weitgehend aus den gleichen Teilen wie das Model 3 gefertigt werden soll, was die Produktion erleichtert und die Kosten – anders als beim extravaganten Model X – unter Kontrolle hält. Allerdings sind die Zeiten vorbei, in denen die Autobranche Tesla als Pionier im Markt das Feld bei E-Autos überließ. Die alteingesessenen Hersteller blasen zur Aufholjagd, auch etablierte Schwergewichte BMW, Audi, Daimler wollen Elektro-SUVs auf den Markt bringen, wenngleich eher im Luxus-Segment. Im Massenmarkt kündigt sich derweil mit VW ein mächtiger Gegner mit riesigen Schritten an.

So vielversprechend Musks große Vorhaben klingen, so sehr sorgen sie auch für Befürchtungen, dass Tesla sich übernehmen könnte. Das Model 3 brachte das Unternehmen bereits ans Limit, Musk sprach wiederholt von einer „Produktionshölle“ und räumte ein, dass die Firma zwischenzeitlich kurz vor der Pleite stand. Die Fertigung hat zwar endlich Fahrt aufgenommen, doch der Druck wird kaum geringer. Um Geld zu sparen, gab es binnen einiger Monate zwei große Kündigungsrunden, zuletzt beschloss Musk, zahlreiche Tesla-Läden zu schließen und die Verkäufe komplett ins Internet zu verlagern. Wenig später hieß es dann, es sollen doch mehr Geschäfte bleiben als zunächst geplant.

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Auch außerhalb des Tesla-Tagesgeschäfts hat der Unternehmer mehr als genug Stress. So liefert sich Musk, der neben Tesla auch noch das Weltraumunternehmen Space X und die Tunnelbohr-Firma Boring Company betreibt, einen Dauerstreit mit der US-Börsenaufsicht und hat etliche Anlegerklagen am Hals. Die SEC fordert wegen Musks reger Aktivität bei Twitter, die Anleger angeblich mitunter in die Irre führe, weitere gerichtliche Konsequenzen. Bereits im Vorjahr hatte es einen Vergleich gegeben, der Musk unter anderem den Chefposten im Tesla-Verwaltungsrat kostete, der dem Vorstand übergeordnet ist.

Doch Musk gibt im Konflikt mit der SEC nicht klein bei – im Gegenteil. Am Dienstag warf er der Börsenaufsicht vor, sie wolle sein Verfassungsrecht auf Redefreiheit einschränken.

Musk droht Ärger vom Pentagon

Vergangene Woche wurde in den USA außerdem eine weitere Anlegerklage eingereicht, diesmal eine, die ein permanentes Verbot von Musks „unkontrolliertem Gebrauch von Twitter für fehlerhafte Statements über das Unternehmen“ fordert. Einem Medienbericht nach prüft das Pentagon zudem, ob Musk der „Secret-Level“-Status aberkannt wird, eine für sein Amt als Space X-Chef relevante Sicherheitsfreigabe. Der Grund: Illegaler Drogengebrauch. Musk hatte im September in einem Video-Podcast vor laufender Kamera an einem Marihuana-Joint gezogen.

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