E-Auto-Hersteller Mutter von chinesischer Luxusmarke Hiphi ist insolvent

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

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Im vergangenen Herbst startete Hiphi mit Stores in München und Oslo auf dem europäischen Markt. Viele Autos hat die chinesische Edel-Elektromarke nicht verkauft. Jetzt ist die Muttergesellschaft Human Horizons insolvent.

Die chinesische Luxusmarke Hiphi hat erst im vergangenen Herbst einen Store am Münchner Flughafen eröffnet.(Bild:  Wehner - VCG)
Die chinesische Luxusmarke Hiphi hat erst im vergangenen Herbst einen Store am Münchner Flughafen eröffnet.
(Bild: Wehner - VCG)

Die Mutter der chinesischen Luxus-Elektroauto-Marke Hiphi, Human Horizons, ist insolvent. Ein Gericht in Yangcheng habe am 8. August einen Umstrukturierungsantrag angenommen, berichtet das chinesische Portal „Car News China“. Dem sei die Anmeldung der Insolvenz vorausgegangen.

Hiphi ist seit Herbst 2023 mit Stores am Münchner Flughafen sowie in Oslo auch auf dem europäischen Markt vertreten, hat aber bisher kaum Autos verkauft. In der europaweiten Neuzulassungsstatistik des Marktbeobachters Jato stehen für 2023 lediglich fünf Hiphi-Fahrzeuge. Im ersten Halbjahr 2024 waren es zwei.

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Allerdings ist der Hersteller auch schon länger in Schwierigkeiten. Bereits im Februar hatte das Unternehmen die Produktion in seinem Werk in Yancheng ausgesetzt und angekündigt, nach Investoren zu suchen. Gerüchten zufolge war der chinesische Autokonzern Changan an einem Einstieg interessiert. Die in Hongkong und den USA sitzende I-Auto-Group hatte im Mai verkündet, Kapital zuschießen zu wollen. Offenbar haben sich all diese Optionen für Human Horizons inzwischen wieder zerschlagen.

Zusammen mit dem Insolvenzverwalter hat das Unternehmen nun sechs Monate Zeit, um erneut auf Investorensuche zu gehen. Dieser Zeitraum kann noch einmal um drei Monate verlängert werden. Sollte sich bis dahin kein Geldgeber finden, muss Human Horizons dicht machen.

Hiphi gehört in China zu den kleinen E-Auto-Marken. Das Fabrikat setzte im vergangenen Jahr laut „Car News China“ lediglich 4.800 Fahrzeuge ab. In den beiden Jahren zuvor waren es jeweils knapp über 4.000.

Das erste Modell, den Hiphi X, liefert der Hersteller in China seit Mai 2021 aus. Das SUV fällt durch seine futuristischen Flügeltüren auf. Wenig später folgte die Limousine Hiphi Z. Mit diesen beiden Modellen startete das Unternehmen auch in Deutschland – zu Preisen ab 109.000 beziehungsweise 105.000 Euro. Mitte 2023 kam in China zudem der kleinere Hiphi Y auf den Markt.

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