Dieselnachrüstung Nachrüstkat macht Wohnmobile so sauber wie Pkw

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Die Firma SK Handels GmbH treibt trotz schwieriger Marktbedingungen die Entwicklung ihrer SCR-Nachrüstprodukte weiter voran. Jetzt hat das System für Wohnmobile einen wichtigen Entwicklungsschritt gemacht.

SK bringt Wohnmobile mit seinem Nachrüst-SCR-System unter den Grenzwert von 270 Mikrogramm pro Kilometer.(Bild:  SK Handels GmbH)
SK bringt Wohnmobile mit seinem Nachrüst-SCR-System unter den Grenzwert von 270 Mikrogramm pro Kilometer.
(Bild: SK Handels GmbH)

Die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit moderner SCR-Abgasnachbehandlung ist mittlerweile ein Fall für absolute Überzeugungstäter – nicht nur auf Seiten der Kunden, sondern auch der Anbieter. Und so ein Überzeugungstäter ist Georg Kölbl von der SK Handels GmbH aus Aicha vorm Wald. Der Seat-Servicepartner befasst sich schon seit vielen Jahren mit der Abgasnachrüstung und entwickelt sie unermüdlich weiter – auch wenn die Nachfrage der Kunden fast zum Erliegen gekommen ist.

Neuester Entwicklungsschritt: Ab sofort kann SK ein Nachrüstsystem für Transporter und Wohnmobile liefern, das die strengeren Regeln für Pkw und nicht nur die für Transporter einhält. Zur Erklärung: Diesel-Pkw, die weiterhin in Umweltzonen einfahren wollen, die für Euro-5-Diesel gesperrt sind, dürfen nach der Nachrüstung nur noch maximal 270 Mikrogramm Stickoxide pro Kilometer ausstoßen. Bei Transportern hingegen reicht es aus, wenn die Emission um 75 Prozent gesenkt wurde.

Das neueste Nachrüstprodukt von SK verhilft hingegen Transportern sowie auf Transportern basierenden Wohnmobilen zu einer Emission von weniger als 270 Milligramm im normalen Fahrbetrieb. Laut Angaben von SK ist damit die Eintragung in die Fahrzeugpapiere sichergestellt. Mit einem System, das ausschließlich für Transporter entwickelt wurde, sei das nicht sicher. Denn in der Förderrichtlinie der Bundesregierung wird ausschließlich von „Handwerkerfahrzeugen“ gesprochen, was Wohnmobile aber nicht sind. Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte den Zulassungsstellen lediglich „erlaubt“, genehmigte Nachrüstsysteme in die Fahrzeugpapiere von Wohnmobilen einzutragen.

Mit dem neuen System können ältere, aber oft sehr werthaltige und langlebige Wohnmobile in Sachen NOx-Emission fast auf das Niveau von Neufahrzeugen gebracht werden. Damit geht zwar keine Verbesserung der Schadstoffklasse einher, aber wenn die Anlage in die Fahrzeugpapiere eingetragen ist, darf der Wagen zumindest weiterhin in Umweltzonen gefahren werden, die sonst für Euro-5-Fahrzeuge gesperrt sind.

Die ABE gilt zunächst für die Euro-5-Modelle von Fiat Ducato, Citroën Jumper und Peugeot Boxer. Laut Unternehmensangaben lässt sich das SK-SCR-System auch an Fahrzeuge der Abgasstufe Euro 4 anpassen. Zielgruppe sind Wohnmobilbesitzer, die ihr Fahrzeug mit gutem Umweltgewissen noch lange weiterbetreiben wollen. Mit einer finanziellen Förderung durch den Staat oder die Hersteller können sie allerdings nicht rechnen.

Dass der Fiat-Transporter Ducato, auf dessen Basis viele Wohnmobile aufgebaut sind, wegen hoher Abgaswerte im Alltagsbetrieb bereits auffällig geworden ist, dürften viele Besitzer wissen. Seit 2020 ermittelt deshalb die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main gegen den Hersteller.

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