Nachtsichtassistent mit Spotlight-Funktion

Autor / Redakteur: Hans Bast, press-inform / Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Mercedes-Benz stattet seinen Nachtsichtassistenten mit einer zusätzlichen Funktion aus, die Personen am Fahrbahnrand mit einem separaten Lichtstrahl markiert.

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Mercedes-Benz stattet seinen Nachtsichtassistenten ab Sommer 2011 mit einer zusätzlichen Spotlight-Funktion aus, die Personen am Fahrbahnrand mit einem separaten Lichtstrahl markiert. Auf diese Weise soll der Fahrer ein Hindernis am Fahrbahnrand frühzeitig erkennen. Mercedes erhofft sich von der neuen Technik einen positiven Effekt auf die Unfallstatistik. Schließlich ereignen sich fast 40 Prozent aller tödlichen Unfälle nachts – bei durchschnittlich nur 20 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens.

Vor allem auf schlecht oder gar nicht ausgeleuchteten Landstraßen tauchen Fußgänger für den Autofahrer plötzlich wie aus dem Nichts auf. Um den Fahrer rechtzeitig zu warnen, offeriert Mercedes seit 2009 seinen aktiven „Nachtsicht-Assistenten Plus“ als Sonderausstattung. Er erfasst Personen am Fahrbahnrand in einem Abstand bis zu 80 Metern und zeigt sie auf dem Display des Kombiinstruments an.

Das System beleuchtet die Straße mit blendfreiem Infrarotlicht. Eine Spezialkamera hinter der Frontscheibe zeichnet das Bild auf. Eine zweite Kamera erkennt, ob ein Fahrzeug bei Dunkelheit unterwegs ist und berechnet die Position eines vorausfahrenden oder entgegenkommenden Verkehrsteilnehmers.

Der automatische Suchscheinwerfer

Die neuartige Spotlight-Funktion nutzt alle diese Informationen, um einen erkannten Fußgänger zu markieren. Dazu dienen zusätzliche, in den Frontscheinwerfern untergebrachte steuerbare Punktlichter, die die Person bis zu vier Mal anblinken. Der Fahrer wird dadurch auf eine potenzielle Gefahr hingewiesen, selbst wenn sie sich noch weit außerhalb des Abblendlichtkegels befindet.

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