Neubau: Mehr drin, als man glaubt

Autor / Redakteur: Frank Schlieben / Norbert Rubbel

Eine hohe Funktionalität und Transparenz zeichnen die neue freie Werkstatt in Fellbach aus. Den Bauherren des Bosch-Car-Service-Betriebs Aldinger kam es vor allem auf einen guten Standort und großzügige Werkstattarbeitsplätze an.

Anbieter zum Thema

Prunkstück des Gebäudes ist die großzügige Werkstatt mit fünf Arbeitsplätzen und einer separaten Direktannahme.
Prunkstück des Gebäudes ist die großzügige Werkstatt mit fünf Arbeitsplätzen und einer separaten Direktannahme.
(Bild: Schlieben)

Hell ist es im Bosch-Car-Service Aldinger in Fellbach. Für viel Tageslicht – auch an trüben Tagen – sorgt die großzügige Verglasung des Gebäudes. Die luftige Höhe im Servicebetrieb resultiert aus der dreigeschossigen Bauausführung. Wobei der Betrachter auf der Vorderseite der Schafflandstraße das dritte Geschoss zunächst nicht sieht. Wer sich dem Gebäude von der Rückseite nähert, dem fallen die imposanten Dimensionen sofort ins Auge. Und es wird klar, dass hier schwäbisch solide mehr Beton und Glas verbaut wurde, als bei Werkstattneubauten sonst üblich. Der erhöhte Materialeinsatz ist nicht nur auf die Gestaltungswünsche von Klaus und Petra Aldinger zurückzuführen. Auch die Bodenbeschaffenheit forderte besondere Gründungs- und Entwässerungsmaßnahmen. „Das Untergeschoss ist quasi ein Abfallprodukt der Gründungsarbeiten“, erklärt Markus Rickerl, Geschäftsführer von Schneider Planungsbüro aus München.

Eine großzügige Verglasung und hohe Tore auf der Vorderseite des Kfz-Betriebs lassen viel Tageslicht in die Werkstatt.
Eine großzügige Verglasung und hohe Tore auf der Vorderseite des Kfz-Betriebs lassen viel Tageslicht in die Werkstatt.
(Bild: Schlieben)

Das Grundstück an der Schafflandstraße war der Traumstandort der Aldingers. Um dieses zu bekommen, haben sie viel Geduld, manche Rückschläge und jede Menge Verhandlungsgeschick bei den Gesprächen mit der Stadt gebraucht. Doch das Warten hat sich gelohnt. Denn ihr am 10. Dezember 2016 eröffneter Betrieb ist für die vielen Pendler, die täglich die umliegenden Gewerbegebiete ansteuern, schon von Weitem zu sehen. „Anfangs fürchteten wir, dass unsere Stammkunden den Umzug nicht mitbekommen und uns nicht mehr finden“, sagt Petra Aldinger. Dabei hatte sie vor dem Umzug mit persönlichen Anschreiben, Werbung und Plakaten in der örtlichen Presse alles getan, damit die rund 4.800 Stammkunden den Standortwechsel registrieren. Offenbar mit Erfolg, denn seit die Winterferien vorüber sind, brumme das Geschäft, und fast täglich kommen neben den vielen Stammkunden auch neue Werkstattbesucher in den Betrieb.

Lage entschädigt für schwierige Erdarbeiten

Dessen Lage ist unverbaubar, da er in vorderster Reihe an einer Kreuzung liegt. Der Standort entschädigt Klaus Aldinger dafür, dass die Gründungsarbeiten nicht ganz so einfach waren. Denn der rund 2.500 Quadratmeter große Grund war früher Teil einer Lehmgrube. „Um hier die nötige Standsicherheit zu bekommen, mussten wir tief ins Erdreich graben und haben eine doppelte Bodenplatte gegossen“, erläutert Markus Rickerl. Auf der ruht nun auf drei Geschosse verteilt das Untergeschoss mit knapp 500 Quadratmetern Raum für die Reifeneinlagerung und -montage.

Prunkstück des Gebäudes ist die großzügige Werkstatt mit fünf Arbeitsplätzen, einer separaten Direktannahme mit Bremsenprüfstand und der Möglichkeit für die Achsvermessung und Scheinwerfereinstelltechnik. Daran gliedern sich die Serviceannahme, die Büros, das Teilelager und der Kundenwartebereich an. Im Obergeschoss sind die Sozialräume für die Mitarbeiter, ein Besprechungsraum sowie die Heizungsanlage, ein Materiallager und der Serverraum untergebracht. Direkt über der Serviceannahme befindet sich das Büro des Chefs. „Zumindest soll es das mal werden. Aber die letzten Wochen waren so hektisch, dass ich nicht dazu komme, es fertig einzurichten“, erklärt Klaus Aldinger.

(ID:44528606)