Zwei waren auf Dauer eines zu viel. Aus den beiden Coupés der C- und E-Klasse formt Mercedes die neue Baureihe CLE. Sie startet ab November. Im nächsten Frühjahr folgt das CLE Cabriolet.
Nach der E-Klasse geht nun auch der CLE in einen neue Runde.
(Bild: Mercedes-Benz)
Es waren letztlich wohl einfach zu viele Modelle der Gattung „Dream Cars“, mit denen der damalige Konzern-Chef Dieter Zetsche unbedingt das Modellportfolio von Mercedes bereichern wollte. Motto: rein in jede Nische. Kunden konnten wählen zwischen Coupés und Cabrios der C-, E- und S-Klasse sowie dem Roadster SL nebst AMG GT als Coupé und Roadster. Besonders die beiden Modelle – Coupé und Cabriolet – der C- und E-Klasse lagen in Größe und Design gefährlich dicht beieinander.
Damit ist jetzt Schluss. Die Produktstrategen von Mercedes verschlanken das Angebot ihrer emotionalen Modelle, C und E verschmelzen bei Coupé und Cabrio zukünftig zu einer neuen Baureihe mit dem Namen CLE. Im November soll es zu Preisen ab 58.000 Euro mit dem Coupé losgehen, pünktlich zum nächsten Frühjahr startet dann das Cabriolet. Als Zielgruppe will Mercedes vor allem die sogenannten Silver Ager ansprechen, gutsituierte ältere Paare, deren Kinder bereits aus dem Hause sind. Wozu braucht es da noch ein Auto mit vier Türen?
Im Design folgt das Coupé der klassischen Silhouette. Lange Haube, kurzer vorderer Überhang, eine stärker geneigte Windschutzscheibe und ein weich abfließendes Heck. Dazu ein großer Radstand und sogenannte Blister über den Kotflügeln, fertig ist ein elegantes und gleichzeitig kräftig wirkendes, gut proportioniertes Coupé.
Viel Platz
Genaugenommen hat Mercedes das CLE Coupé mit einer Länge von 4,85 Metern jedoch nicht zwischen C und E platziert, sondern minimal über dem Coupé der E-Klasse. Dieses misst 1,5 Zentimeter weniger. Zum C-Coupé trennt den CLE über 16 Zentimeter. Mercedes bezeichnet seinen neuen Zweitürer als „das größte Coupé im Mittelklasse-Segment“. Dass damit in Sachen Platzangebot und Package Punkte gemacht werden, versteht sich von selbst. Besonders Gäste im Fond profitieren davon, haben eine recht angenehme Bewegungsfreiheit.
Selbst beim Kofferraum konnten die Entwickler gegenüber dem C-Klasse Coupé 60 Liter mehr herausholen, er misst jetzt 420 Liter. Von den in diesem Fahrzeugsegment obligatorischen Golftaschen sollen gar drei hineinpassen. Bei knappen Platzverhältnissen lassen sich sogar die Rücksitzlehnen getrennt umlegen. Ohnehin dürfte bei vielen CLE-Besitzern der Fond zum „zweiten“ Kofferraum werden.
Intuitive Bedienung
Hinter dem Lenkrad offenbart sich Vertrautes. Die Anzeigengrafiken und deren Anordnungen wurden aus der C-Klasse übernommen. Die MBUX-Architektur (Sprachsteuerung/Infotainment/Apps/Personalisierung) dahinter entspricht jedoch jener in der gerade vorgestellten neuen Generation der E-Klasse.
Selbst eine Zoom-Konferenz mit dem Büro ist vom Auto aus möglich. Der Umgang mit dem System und die Bedienstruktur dürften damit keine Probleme bereiten. Ohnehin zählt die Handhabung bei Mercedes zu den intuitivsten der Branche. Immer wieder faszinierend: die schnelle Reaktion auf dem Bildschirm und die brillant klare Darstellung.
Ein neues Schmankerl sind die Integralsportsitze. Wer sie zusammen mit dem Burmester 3D Surround-Soundsystem bestellt, bekommt den Musikschmaus direkt auf die Ohren.
Alle Motoren mit 48-Volt-Unterstützung
Für Gänsehaut dürfte auch der seidenweiche Sechszylinder-Reihenmotor im CLE 450 sorgen. Er bildet die derzeitige Topmotorisierung der Baureihe, zumindest so lange, bis die Performance-Tochter AMG sich am CLE zu schaffen macht. Lenkung, Fahrkomfort und Geräuschpegel im Auto sind ein absoluter Genuss und harmonieren hervorragend mit dem Charakter des Coupés. Dies gilt selbstredend auch für die Leistungsentfaltung. Denn der Dreiliter-Benziner mobilisiert immerhin 280 kW/381 PS, wobei für den souveränen Durchzug das üppige Drehmoment von 700 Newtonmetern verantwortlich ist, wovon 200 die Boost-E-Maschine beisteuert.
Der CLE 450 ist als Mildhybrid (Integrierter Starter-Generator ISG) ausgelegt. Und nicht nur er, sondern alle Versionen der Baureihe sind in dieser Weise elektrifiziert, was zum einen die Leistung erhöht, gleichzeitig aber den Verbrauch senkt. Für das Topmodell CLE 450 gibt Mercedes einen WLTP-Wert von nur 7,8 l/100 km an.
2024 wird es sogar einen Plug-in-Hybrid im CLE geben. Zu hören ist, dass die Reichweite jener der neuen E-Klasse entsprechen soll. Und dieses schafft über 100 Kilometer. Exakte Werte verrät Mercedes noch nicht, spricht nur von „praxisgerechter“ Reichweite.
Stand: 08.12.2025
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Wer es konventioneller möchte: Auch ein profaner Diesel steht in der Preisliste. Der Vierzylinder-CLE 220d bildet mit 145 kW/197 PS die Einstiegsversion in die Baureihe. Bei den Benzinern geht es mit CLE 200 und 150 kW/204 PS los. Darüber rangiert der CLE 300 mit 190 kW/258 PS. Beide sind Zweiliter-Vierzylinder, beide gibt es auch mit Allradantrieb.
Kontinuierliche Dämpferverstellung
Allen Motorisierungen gemeinsam ist die Neungang-Automatik, die ihre Arbeit perfekt und dezent im Hintergrund verrichtet. Man merkt dem CLE schon nach wenigen Kilometern an, wie durch und durch professionell er konzipiert ist. Erst recht, wenn die optionale Dynamic Body Control unterm Blech steckt. Sie beinhaltet eine kontinuierliche Dämpferverstellung inklusive mitlenkender Hinterräder, was die Agilität spürbar knackiger werden lässt, den Komfort aber in keiner Weise reduziert. Und wer ein insgesamt sportlicheres Fahrverhalten wünscht, wechselt schlicht in den Modus „Sport“. Auf unserer Testfahrt zeigte sich jedoch, dass die Stellung „Comfort“ den besten Kompromiss im Alltag darstellt.
Auch im CLE wimmelt es nur so von Assistenzsystemen, viele serienmäßig, wie zum Beispiel der Aktive Abstands-Assistent Distronic, andere sind in speziellen Paketen zusammengefasst. Nur der automatische Überholassistent, wie er jüngst in der E-Klasse eingeführt wurde, fehlt im CLE.
Preislich startet das Coupé als CLE 200 bei 58.800 Euro und liegt damit gut 10.000 Euro über letzten Preis des C-Klasse Coupés. Doch Emotionalität, wie sie Coupés zumeist ausstrahlen, hat sich die Branche schon immer teurer bezahlen lassen.