JLR-Markentransformation Neue Jaguar-Verträge treten in Kraft

Von Julia Mauritz 5 min Lesedauer

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Neue Jaguar-Verträge, Nachbesserungen beim Margen- und Bonussystem, die anstehende Umsetzung des House-of-Brands-Konzepts und eine stärker europäisch ausgerichtete Vertriebsstruktur: Im Zuge der Transformation von JLR kommen auf den Handel zahlreiche Veränderungen zu.

Die Marke Jaguar wird deutschlandweit nur noch an 16 Standorten vertrieben.(Bild:  Mauritz – VCG)
Die Marke Jaguar wird deutschlandweit nur noch an 16 Standorten vertrieben.
(Bild: Mauritz – VCG)

Lange Zeit schwebte die Frage im Raum, wie viele Jaguar-Händler es in Deutschland künftig noch geben wird, nachdem klar geworden war, dass ein Großteil der Partner seinen Vertriebsvertrag verliert. Jetzt steht die Zahl fest. Insgesamt 16 Händler haben zum 11. November einen neuen Jaguar-Vertriebsvertrag erhalten – vom zwischenzeitlich geplanten Agenturmodell war der Hersteller wieder abgerückt.

Die neue Netzgröße bezeichnet JLR als „passgenau zum Luxussegment mit kleinerem Volumen.“ Alle Jaguar-Händler sind auch Land-Rover-Partner und haben ihren Sitz in Metropolen und Ballungszentren. Und alle müssen vor allem eins mitbringen: Geduld. Denn nach dem Produktionsauslauf des gesamten Modellportfolios im Laufe dieses Jahres müssen sie im Zuge von Jaguars Transformation vom britischen Traditionshersteller zur vollelektrischen Luxusmarke mindestens das gesamte Jahr 2025 ohne ein einziges Neuwagenmodell auskommen. Die Zeit bis zum Verkaufsstart des ersten Modells der neuen Ära – ein viertüriger GT mit bis zu 1.000 PS und einer maximalen Reichweite von 770 Kilometern – an einem noch nicht bekannten Termin im Jahr 2026 müssen die Händler mit Gebrauchtwagen überbrücken. Seit November sind die Diesel-, Benziner- und Plug-in-Hybrid-Modelle ausschließlich als Approved-Gebrauchtwagen erhältlich – samt einer fünfjährigen Herstellergarantie.