Marketing „Neue Marken müssen begeistern, sonst kauft sie niemand“

Von Andreas Grimm 4 min Lesedauer

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Ob nun Vinfast, BYD, Nio oder Togg – zahlreiche Marken haben in den letzten Jahren versucht, hierzulande Fuß zu fassen. Bislang fehlt der Durchbruch. Marketing-Professor Michael Unkel analysiert die Marktanläufe und erklärt, warum Flagship-Stores allein nicht zum Erfolg führen.

Keine Kunden, weder drinnen noch draußen: Der einstige Vinfast-Store in Köln war gut gelegen, doch Interessenten kamen kaum. Anderen Marken ohne funktionierendes Marketing ging es mit ihren Stores ähnlich.(Bild:  Grimm – VCG)
Keine Kunden, weder drinnen noch draußen: Der einstige Vinfast-Store in Köln war gut gelegen, doch Interessenten kamen kaum. Anderen Marken ohne funktionierendes Marketing ging es mit ihren Stores ähnlich.
(Bild: Grimm – VCG)

Redaktion: In den letzten Jahren sind viele neue Automarken gestartet. Allerdings waren jene, die auf Direktvertrieb setzten, nicht besonders erfolgreich. Woran hakt es?

Michael Unkel: Der Kern ist die Bekanntheit. Wenn Marken wie Nio und Vinfast oder auch Spin-off-Marken etablierter Hersteller wie Genesis quasi über Nacht in einem für sie neuen Markt starten und nur in die Distribution investieren, werden keine Interessenten kommen. Warum auch? Niemand kennt die Produkte oder verbindet Emotionen mit dieser neuen Marke. Dazu kommt bei den Fabrikaten mit Direktvertrieb, dass in den selbst betriebenen Stores keine Kundendaten existieren, die Verkäufer folglich niemand gezielt anschreiben können.