Opel
Neue Regeln, alte Probleme
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Wegen des Chip- und Teilemangels bei Stellantis hatte Opel 2022 keine Chance, wieder auf seinen Vor-Corona-Marktanteil zu kommen. Ob das in diesem Jahr gelingen kann, hängt nicht zuletzt davon ab, wie viele Partner die neuen Verträge mitgehen werden.
An einem Freitagvormittag Anfang März ist der Mitarbeiterparkplatz hinter dem Adam-Opel-Haus weitestgehend leer. Nicht Homeoffice-leer – sondern richtig leer. Und auf der benachbarten „Ladefarm“, die Opel gemeinsam mit der Stadt Rüsselsheim vor eineinhalb Jahren in Betrieb genommen hat, sind gerade mal 2 von 152 E-Ladepunkten belegt.
Echter Teamgeist wird bei Opel vielleicht auch gar nicht mehr angestrebt – weder von der Konzernmutter Stellantis noch von den Teams vor Ort. Schon bald nach der Übernahme von Opel durch PSA 2017 war klar: Statt zufriedener Mitarbeiter oder glücklicher Kunden steht unter der Führung von Carlos Tavares primär eins im Mittelpunkt – maximale Ertragsorientierung. Viele der Missstände, die seitdem die Zusammenarbeit zwischen Rüsselsheim und seinen Vertriebs- und Servicepartnern belasten, lassen sich nach Ansicht von Opel-Händlern auf diese Handlungsmaxime zurückführen. Wobei die schwerwiegendste Entwicklung sicherlich darstellt, dass alle wirklich wichtigen Entscheidungen in Paris getroffen werden und nicht in Rüsselsheim. Das gehe so weit, sagt ein süddeutscher Stellantis-Händler, dass sich die deutschen Mitarbeiter bei dem Hersteller grundsätzlich kaum noch trauten, Entscheidungen zu treffen.
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