Nachhaltigkeit in der Schadeninstandsetzung Bis zu 99 Prozent weniger CO2-Äquivalent

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 6 min Lesedauer

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Reparieren oder ersetzen – diese Frage war Ausgangspunkt einer Studie, erstellt vom Allianz Zentrum für Technik (AZT) und zwei weiteren Ingenieurdienstleistern. Deren eindeutiges Ergebnis sollte Karosserie- und Lackbetriebe zum Nachdenken anregen.

Studien zum Thema Nachhaltigkeit in der Schadeninstandsetzung gibt es inzwischen einige. Eine der jüngsten und ausführlichsten stammt vom Allianz Zentrum für Technik (AZT): „Reparieren oder ersetzen – Untersuchung der relativen Treibhausgasemission der Reparatur oder des Austauschs beschädigter Fahrzeugteile“.(Bild:  Diehl – VCG)
Studien zum Thema Nachhaltigkeit in der Schadeninstandsetzung gibt es inzwischen einige. Eine der jüngsten und ausführlichsten stammt vom Allianz Zentrum für Technik (AZT): „Reparieren oder ersetzen – Untersuchung der relativen Treibhausgasemission der Reparatur oder des Austauschs beschädigter Fahrzeugteile“.
(Bild: Diehl – VCG)

Können ersatzteilverwöhnte Karosseriebauer überhaupt noch reparieren? Schaut man sich in Werkstätten um, kommt man schnell mehrheitlich zu dieser Antwort: Nein. Die handwerkliche Reparatur von Karosserieschäden scheint verlernt – in der alten Bundesrepublik bereits vor 1990, wenig später auch auf dem Gebiet der damaligen DDR.

Diesen Eindruck bestätigt auch Bernd Grüninger, Bereichsleiter Gutachten der Prüforganisation Dekra: „Nach meiner Einschätzung würden sich rund 80 Prozent der Betriebe dafür entscheiden, die Seitenwand zu erneuern. Nicht, weil sie es für die bessere Lösung halten, sondern weil ihnen die Reparaturerfahrung fehlt“, urteilte der Sachverständige im Rahmen der Live-Reparatur einer Golf-VII-Seitenwand während der Würzburger Karosserie- und Schadenstage (WKST) 2022.