NSU/Audi „Nicht mehr laufen, Quickly kaufen“

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Vor 70 Jahren bestieg ein kleines Zweigangmoped die große Fahrzeugbühne. Mit der kleineren Version der „Quick“ gelang den NSU-Werken ein Erfolg im Millionenbereich.

Die Quickly war für NSU ein Riesenerfolg. 1959 erschien die NSU Quickly T, die „Traum“-Quickly – blechverschalt, gebläsegekühlt und mit Hinterradfederung. (Bild:  Audi AG)
Die Quickly war für NSU ein Riesenerfolg. 1959 erschien die NSU Quickly T, die „Traum“-Quickly – blechverschalt, gebläsegekühlt und mit Hinterradfederung.
(Bild: Audi AG)

Sie ist für viele Kult: „die Quickly“. Mit diesem Moped will die Neckarsulmer Traditionsmarke NSU in der beginnenden Wirtschaftswunderzeit Mobilität für jedermann und -frau ermöglichen; seit dem Jahr 1953 macht sie den Menschen mit dem Werbespruch „Nicht mehr laufen, Quickly kaufen“ den Umstieg auf die motorisierte Fortbewegung schmackhaft. In den folgenden Jahren wird die NSU Quickly in vielen Varianten gebaut und ungemein populär. In den Achtzigern erlebt ihre Popularität in der beliebten Fernsehserie „Irgendwie und Sowieso“ eine Renaissance: Ottfried Fischer macht damals als „Sir Quickly“ auf ihr mit weißem Hut und Trenchcoat eine gute Figur und die nostalgische Serie den Schauspieler einem bundesweiten Publikum bekannt.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Rückblende, Oktober 1953: In Frankfurt am Main findet die Internationale Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung, kurz IFMA, statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg geht es in der Bundesrepublik wirtschaftlich wieder bergauf. Immer mehr Menschen wollen einen „fahrbaren Untersatz“ und können ihn sich auch immer öfter leisten. Passend zu diesem Trend präsentieren die Neckarsulmer auf der Messe in Frankfurt ihre Neuentwicklung, die NSU Quickly: ein steuer-, zulassungs- und führerscheinfreies Zweigangmoped. Erst zum 1. Januar 1953 hat die Politik den gesetzlichen Rahmen für diese neue Fahrzeuggattung geschaffen: das motorisierte Zweirad.