China-Marke Nio-Hub in Weiterstadt eröffnet

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Der chinesische E-Auto-Hersteller Nio betreibt künftig in Weiterstadt zwischen Darmstadt und Frankfurt sein drittes deutsches Nio-Hub. Der Standort kombiniert Showroom, Community Space und Werkstatt.

In Weiterstadt steht künftig ein Nio-Hub.(Bild:  Nio)
In Weiterstadt steht künftig ein Nio-Hub.
(Bild: Nio)

Der chinesische E-Auto-Hersteller Nio hat in Weiterstadt zwischen Darmstadt und Frankfurt sein drittes deutsches Nio-Hub eröffnet. Im Gegensatz zu den Nio-Houses in Innenstädten kombinieren die Hubs Showroom, Community Space und Werkstatt. Sie ähneln damit eher klassischen Autohäusern. Nio-Hubs gab es bislang in München und Köln.

Im Eingangsbereich des neuen Hubs präsentiert die Car-Gallery die Nio-Modelle, die bei Probefahrten direkt getestet werden können. Ein Screen informiert über Nio-Power und bietet Wissenswertes zur Batteriewechsel-Technologie des Herstellers an den sogenannten Power-Swap-Stations. Wer seinen Nio in der Region bestellt hat, kann sein Auto direkt im Hub abholen. Dafür steht eine eigene Auslieferungszone zur Verfügung. Die integrierte Werkstatt ermöglicht Wartungen, Reifenwechsel, aber auch größere Reparaturen.

Bei der Eröffnung: (v. l.) Jens Gehnen, Nio-User, Simon Schweitzer, Nio-User, David Sultzer, General Manager Nio Deutschland, und Stephane Burger, Regional Manager Nio Deutschland(Bild:  Nio)
Bei der Eröffnung: (v. l.) Jens Gehnen, Nio-User, Simon Schweitzer, Nio-User, David Sultzer, General Manager Nio Deutschland, und Stephane Burger, Regional Manager Nio Deutschland
(Bild: Nio)

Neben den drei Hubs betreibt der Hersteller vier repräsentative Nio-Houses in Frankfurt, Düsseldorf, Berlin und Hamburg sowie mehrere Auslieferungszentren. Im Service arbeitet Nio mit verschiedenen Partnern zusammen.

Der Absatz des Autobauers, der seit Herbst 2022 in Deutschland aktiv ist, läuft derzeit mehr als schleppend. 340 Einheiten wurde der Hersteller in diesem Jahr bis Ende Oktober in Deutschland los. Das sind 71 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Europaweit stehen nach zehn Monaten 1.500 Einheiten in der Absatzbilanz.

Weltweit rechnet Nio im Gesamtjahr 2024 mit 224.000 Verkäufen. Für das kommende Jahr hat sich der Autobauer das Doppelte vorgenommen. 450.000 Einheiten kündigte Nio-Chef William Li jüngst an. Davon soll aber knapp die Hälfte auf die neue Marke Onvo entfallen, die in China in diesem Jahr startete und die 2025 auch nach Europa kommen soll.

Auch ein paar Firefly-Verkäufe sind hier bereits mit eingerechnet. Das erste Modell von Nios zweiter Submarke dürfte der Autobauer im Dezember auf dem Nio-Day vorstellen. Beide Marken adressieren im Gegensatz zur im Premiumbereich positionierten Kernmarke den Massenmarkt.

Während Nio seine Kernmarke im Direktvertrieb selbst vermarktet, sollen Onvo und Firefly in Zusammenarbeit mit Händlern verkauft werden. Nach einem Bericht des „Manager Magazins“ sucht Nio für Firefly sogar einen Importeur. Der Schritt entspräche einer 180-Grad-Wende im Vertrieb.

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