Nissan: Bernds ersetzt die Ruhrdeichgruppe

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andree Stachowski

Das Nissan-Marktgebiet der gekündigten Ruhrdeichgruppe ist neu verteilt. An drei Standorten übernimmt das Autohaus Bernds – und schließt zusätzlich noch einen Open Point.

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Der Mehrmarkenhändler Bernds übernimmt den Nissan-Vertrieb an drei bisherigen Standorten der Ruhrdeichgruppe.
Der Mehrmarkenhändler Bernds übernimmt den Nissan-Vertrieb an drei bisherigen Standorten der Ruhrdeichgruppe.
(Foto: NCE)

Nissan Center Europe hat einen weiteren Vertriebspartner präsentiert, der einen Teil des Marktgebiets der Ruhrdeichgruppe abdecken soll. Ab dem 1. September wird nach Angaben des Importeurs die Autohausgruppe Bernds den gekündigten Händler an gleich drei Orten ersetzen sowie in diesem Zuge einen weiteren Open Point neu besetzen.

Die Autohausgruppe Bernds ist ein familiengeführtes Unternehmen mit bisher sechs Standorten, an denen die Marken Renault, Dacia, Ford, Opel und Nissan gehandelt werden. Mit dem japanischen Fabrikat ist der Händler bisher nur in Bocholt vertreten. Durch die Einigung mit dem Importeur erweitert sich das Marktgebiet des Unternehmens auf die Städte Duisburg, Oberhausen und Moers, die bisher von der Ruhrdeichgruppe abgedeckt worden waren. Neu besetzt mit einem Nissan-Händler wird zudem die Stadt Dinslaken.

Mit den Ruhrdeich-Standorten übernimmt Bernds ein gut bestelltes Feld, denn der Vorgänger hatte dort Nissan-Marktanteile erreicht, die 50 bis 100 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lagen. „Es ist eine ausgezeichnete Chance, mit Nissan weiter zu wachsen“, wird Florian Bernds als Unternehmensvertreter in einer Mitteilung des Importeurs zitiert.

Den Angaben zufolge investiert Bernds über drei Millionen Euro in die Nissan-Expansion. Die neuen Betriebsstellen sollen ab dem 1. September sukzessive „nach erfolgter Erweiterung und Installation des neuen Markenauftritts“ mit dem Verkauf der Nissan-Modelle beginnen.

Die Ruhrdeichgruppe hatte zum Jahresbeginn den Händlervertrag mit Nissan verloren, nachdem der Importeur Unregelmäßigkeiten an den Kundenzufriedenheitswerten festgestellt hatte. Ende September scheidet die Ruhrdeichgruppe endgültig aus dem Nissan-Netz aus. Geschäftsführer der Autohausgruppe ist der frühere Präsident des Nissan-Händlerverbands, Peter Gerards, der nach Aussagen der Betroffenen persönlich nichts mit den Vorfällen zu tun hatte, inzwischen jedoch sein Amt niedergelegt hat.

Bereits vor mehreren Wochen hatte der Importeur BK Motors als neuen Vertriebspartner für die Märkte Essen und Mülheim an der Ruhr vorgestellt. Damit bleibt nur noch die Nachfolge für den Standort Gelsenkirchen der Ruhrdeichgruppe offen.

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