Nissan Cube setzt Lifestyle-Akzente
Nissan bringt den Cube Ende Januar in die Schauräume der Händler. Das Modell soll der Marke neue Zielgruppen erschließen und sie insgesamt emotionaler machen.
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Nissan arbeitet in Europa an einer Umpositionierung der Marke. Mit dem Cube, dessen Vorverkauf am 30. Januar startet, und dem Juke zum Jahresende will der Importeur neue Zielgruppen auf sich aufmerksam machen und insgesamt höher positioniert werden. Als ein „Kultauto für Junge und jung Gebliebene“, definierte Guillaume Longle, Direktor Marketing Nissan Center Europe, den Cube bei seiner Vorführung am Mittwoch in Berlin.
Ausschlaggebend für die Marke sind dabei nicht einmal die Stückzahlen. Für 2010 hat sich der Importeur in Deutschland 2.000 Einheiten vorgenommen. Das Gesamtabsatzziel für das laufende Jahr sind Langle zufolge etwa 55.000 Einheiten, ausgehend von einem Gesamtmarkt von 2,7 Millionen Neufahrzeugen. Das entspricht einem Marktanteil von zwei Prozent. 2009 erreichte Nissan 1,75 Prozent, wobei allerdings das erste Halbjahr wegen Lieferschwierigkeiten katastrophal verlaufen war (zur Neuzulassungsdatenbank von »kfz-betrieb ONLINE«).
Entscheidender für Nissan sind aus Sicht des Marketingdirektors die weichen Vertriebsfaktoren und emotionalen Signale, die der Cube aussendet. Langle rechnet in den kommenden zwei Jahren mit weiteren Günstiganbietern in Europa wie Dacia oder - trotz des bisher gescheiterten Versuchs von Brilliance - chinesischen Herstellern. Um nicht ausschließlich über den Preis gegen die neuen Wettbewerber antreten zu müssen, solle die Marke Nissan emotionaler, wertiger, interessanter werden. Eigenschaften, die der Cube transportieren könne und die bereits mit der Einführung des Qashqai angeklungen waren.
Kultmodell in Japan
Das Modell ist in Japan schon seit 1998 erhältlich, in seiner kubischen Form seit 2002. Dort habe es sich inzwischen einen Kultstatus vergleichbar mit dem Mini hierzulande erobert, so Langle. Dieses Ziel verfolge Nissan Center Europe nun auch für den hiesigen Markt. Der Cube soll Emotionen wecken im Kleinwagensegment und als Design-Ikone wargenommen werden. Nützlichkeit und Geräumigkeit verbinden sich mit dem speziellen kastig-runden Design, ohne jedoch ein Familienauto zu sein.
Zielgruppe sind Käufer der oberen Mittelschicht, die keine Autofanatiker, aber interessiert an Lifestyle und Idividualität sind. Die Neukundenrate werde aufgrund dieser Positionierung sehr hoch ausfallen, erwartet der Marketingdirektor. Jeder Händler werde zum Start des Vorverkaufs am 30. Januar ein Exemplar für seinen Showroom erhalten und den damit verbundenen „Hallo-Effekt“ (Langle) für sein regionales Marketing nutzen. Der Preis für das Fahrzeug, das wahlweise mit einem 81 kW/110 PS starken Diesel- oder Benzinmotor lieferbar, soll zwischen 18.000 und 22.600 Euro liegen. Der offizielle Marktstart des in Japan gebauten Fahrzeugs ist der 20. März.
Events für die Zielgruppe
Sehr zufriedenstellend und ermutigend für den Marktstart aus Nissan-Sicht ist eine spezielle Presale-Aktion für den Cube verlaufen. In Berlin Friedrichshain hatte der Importeur für wenige Wochen einen Verkaufsladen gemietet und zum Szenetrefpunkt für eine design- und lifestyle-orientierte Zielgruppe umgestaltet. Eine hohe Resonanz der Besucher lasse auf eine entsprechende Mund-zu-Mund-Propaganda für den Cube hoffen, hieß es seitens Nissan Center Europa. Ähnliche „Cube List Stores“ hatten auch in Paris und London auf den Europastart des kantigen Hinguckers aus Japan aufmerksam gemacht.
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