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Norwegisches Unternehmen übernimmt Mobile.de

| Autor: Viktoria Hahn

Der US-Onlineriese Ebay hat seinen Onlinefahrzeugmarktplatz Mobile.de an den norwegischen Konkurrenten Adevinta verkauft. Komplett aus der Hand gegeben hat Ebay die deutsche Online-Plattform allerdings nicht.

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Bereits zu Beginn des Jahres gab es Spekulationen über einen Verkauf von Mobile.de, nun ist ein neuer Eigentümer gefunden.
Bereits zu Beginn des Jahres gab es Spekulationen über einen Verkauf von Mobile.de, nun ist ein neuer Eigentümer gefunden.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Der US-Konzern Ebay hat Mobile.de für 9,2 Milliarden Dollar (8 Mrd. Euro) an seinen norwegischen Konkurrenten Adevinta verkauft. Mit dem Erwerb der Kleinanzeigensparte, zu der auch Ebay Kleinanzeigen gehört, sei Adevinta zur weltweit größten Online-Kleinanzeigengruppe aufgestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Von der Übernahme erwarte man sich hohe Kosteneinsparungen aufgrund starker Synergieeffekten.

Ebay erhält nach dem Verkauf der sogenannten „Ebay Classifieds Group“ nur 2,5 Milliarden Dollar des Kaufbetrags in bar. Den Löwenanteil der Summe bekommt der US-Konzern in Adevinta-Aktien. Somit wird Ebay mit einer 44-prozentigen Beteiligung und rund 33 Prozent der Stimmrechte künftig zum Großaktionär des neuen Mobile.de-Miutterkonzerns. Der Abschluss der Transaktion werde, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre von Adevinta, für das erste Quartal 2021 erwartet.

Ziel: Monatlich drei Milliarden Visits

Adevinta betreibt derzeit eine Reihe von Online-Marktplätzen in 15 Ländern in Europa, Nordafrika und Lateinamerika. Die „Ebay Classifieds Group“ ist in 13 Ländern vertreten. Mit der Übernahme will der Konzern nun etwa eine Milliarde Menschen in 20 Ländern erreichen. Das soll zu monatlichen Zugriffszahlen in Höhe von drei Milliarden Visits auf den Portalen der Gruppe führen.

Nach Informationen des „Handelsblatts“ setzte sich der norwegische Konzern im Bieterrennen gegen zahlreiche andere interessierte Investoren wie die Beteiligungsgesellschaft Prosus des südafrikanischen Medienkonzerns Naspers durch.

Dessen Interesse an einer Übernahme des Onlinefahrzeugmarktplatzes war bereits Ende Februar dieses Jahres Teil von Spekulationen, als Mobile.de verkündet hatte, dass ein Verkauf bis zur Jahresmitte möglich sei. Auch der deutsche Medienkonzern Axel Springer war als potenzieller Interessent gehandelt worden.

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Über den Autor

 Viktoria Hahn

Viktoria Hahn

Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG