Gebrauchte E-Autos Ohne Preisreduzierung sind sie kaum verkäuflich

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Der Bestand an gebrauchten E-Fahrzeugen wächst unglaublich schnell. Aktuell sind etwa 50.000 auf dem Markt. Aber Käufer finden sie – wenn überhaupt – nur, wenn der Handel weiter die Preise reduziert.

Der Audi A6 ist als Gebrauchtwagen das meistverkaufte E-Fahrzeug in Deutschland.(Bild:  AUDI AG)
Der Audi A6 ist als Gebrauchtwagen das meistverkaufte E-Fahrzeug in Deutschland.
(Bild: AUDI AG)

Gebrauchte E-Fahrzeuge sind die Sorgenkinder im Handel. Zahlreiche Auswertungen beschäftigen sich damit, die Lage zu analysieren. Und alle kommen zu dem gleichen Schluss: Es gibt einfach zu viele davon. Stefan Lüttich, Head of Sales bei Indicata, drückt das distanzierter aus: „In letzter Zeit haben wir eine Überversorgung mit neuen Elektroautos erlebt.“

Indicata ist Teil der Autorola Group, die aufgrund der europaweiten Transaktionsdaten aus ihren Online-Versteigerungen sehr genaue Daten zu Verkäufen, Preisen und Standzeiten ableiten kann. Wobei der Begriff Standzeit bei Indicata so nicht vorkommt; stattdessen heißt die Kennzahl Market Day Supply (MDS). Sie bezeichnet die Marktreichweite, bei der das verfügbare Angebot durch die tägliche Verkaufsrate der letzten 45 Tage dividiert wird. Der Wert, der dabei herauskommt, zeigt, für wie viele Tage der Bestand ausreicht. Bei den Top-5-Hybrid-Modellen sieht man etwa, dass der Audi A6 einen MDS von 68 hat; demnach reicht der aktuelle Bestand an A6-Hybridmodellen für 68 Tage aus – eine umgekehrte Denke zu der in Deutschland üblichen Bezeichnung Standzeit, aber genauso aussagekräftig.