Olaf Kiepe: „Eine Herausforderung für alle“

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Edgar Schmidt / Edgar Schmidt

Die Komplexität der Fahrzeuge nimmt rasant zu. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Kfz-Betriebe in die Weiterbildung ihrer Servicemitarbeiter investieren. Doch das allein wird laut Olaf Kiepe, Leiter Servicequalität bei Audi, nicht ausreichen.

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Olaf Kiepe: „Wir haben mit der heutigen Berufsausbildung eine gute Basis, auf der wir die Mitarbeiter weiterqualifizieren können.“
Olaf Kiepe: „Wir haben mit der heutigen Berufsausbildung eine gute Basis, auf der wir die Mitarbeiter weiterqualifizieren können.“
(Foto: Schmidt)

Redaktion: Die Autohersteller forcieren derzeit die Entwicklung vernetzter Fahrzeuge. Was kommt dadurch auf den Service im Autohaus zu? Wird man dort künftig IT-Spezialisten brauchen?

Olaf Kiepe: Von IT-Spezialisten würde ich nicht sprechen, aber die Mitarbeiter benötigen natürlich eine gewisse Technikaffinität und ein Grundinteresse an neuen Entwicklungen. Ich glaube, dass wir mit der heutigen Berufsausbildung, insbesondere mit dem Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik, eine gute Basis haben, auf der wir aufsetzen und die Mitarbeiter weiterqualifizieren können.

Die Vernetzung mit der Außenwelt bedeutet ja auch, dass ein Fehler außerhalb des Autos liegen kann. Das sind doch Fehler, die die Werkstätten bisher kaum kennen.

Es ist nicht nur das Fahrzeug, es sind auch die Peripherie, die Dienstleistungen und die Dienstleister, die wir bei der Fehleranalyse in diesem Bereich berücksichtigen müssen. Dafür sensibilisieren wir die Mitarbeiter. Das betrifft in erster Linie nicht den Kfz-Mechatroniker in der Werkstatt, sondern vielmehr den Serviceberater, der das Fahrzeug annimmt. Er muss das Problem erkennen und deshalb entsprechend qualifiziert sein. Dieser Anforderung tragen wir mit unserem Audi-Connect-Schulungs- und -Qualifizierungsmodul Rechnung, das wir nicht nur für die Techniker in der Werkstatt, sondern auch für die Serviceberater anbieten. Hier lernen die Mitarbeiter einzugrenzen, ob es sich um ein fahrzeugspezifisches Problem handelt oder ob es die Dienstleister betrifft.