Oliver Bartholomäy: „Fokus auf Einzelkunden“
Für die Partner von Audi läuft das Geschäft in Ostdeutschland ein Stück anders als im Westen. Gesamtvertriebsleiter Oliver Bartholomäy erläutert im Interview, wo die Herausforderungen liegen.
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Redaktion: Herr Bartholomäy, die Kaufkraft in Ostdeutschland ist heute noch immer schwächer ausgeprägt als im Westen. Welche wirtschaftliche Rolle spielt der ostdeutsche Markt für Audi als Premiumhersteller?
Oliver Bartholomäy: Die Region hat für uns große Bedeutung – unter anderem wegen des Hauptstadtmarktes Berlin. Auch wenn die Kaufkraft in einigen Teilen Ostdeutschlands niedriger als in Westdeutschland sein mag, ist Wirtschaftsstärke oder -schwäche längst kein reines Ost-West-Thema mehr. Es gibt wirtschaftliche „Leuchttürme“ auch im Osten und schwächere Regionen im Westen. Im täglichen Geschäft im Autohaus hat der Parameter Kaufkraft keine direkte Auswirkung, weil dort eher die Wettbewerbssituation und das Potenzial im lokalen beziehungsweise regionalen Umfeld zum Tragen kommen. Wir sehen allerdings, dass im Osten einzelne Modelle im Verkauf ein etwas anderes Gewicht haben als im Westen.
Sind diese Unterschiede groß?
Das meistverkaufte Modell auf dem deutschen Markt insgesamt ist der Audi A4 Avant. In der Vertriebsregion Ost liegt der Audi A3 Sportback vorn. Der Hintergrund ist klar: Wir haben im Osten mehr Einzel- und weniger gewerbliche Kunden. Außerdem haben in den neuen Bundesländern SUVs noch nicht ganz das Potenzial erreicht wie im bundesweiten Durchschnitt. Bei der Ausstattung der Fahrzeuge gibt es jedoch keine Unterschiede zum Westen, das heißt, ein Audi A3 Sportback ist dann beispielsweise genauso hochwertig ausgestattet wie in anderen Landesteilen.
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