Autotrader
Onlinebörse erntet mit neuem Dienst Zorn und Kündigungen
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Die Plattform Autotrader in Großbritannien hat mit einer neue Reservierungsfunktion Händler massenweise verärgert. Dafür erntete sie zahlreiche Kündigungen – und gelobt jetzt Besserung.
Dieser Schuss der britischen Onlineplattform Autotrader ging wohl nach hinten los: Seit dem Sommer ist die Internetbörse dabei, für Kaufinteressenten eine Reservierungsfunktion in den Inseraten von Händlern einzuführen – seit November wollte die Plattform diesen Service offenbar verpflichtend für alle Annoncen einführen. Bei Händlern sorgte dies einem Bericht des britischen „Car Dealer Magazines“ zufolge auf breiter Front für Verärgerung, weil die professionellen Verkäufer erhebliche negative Auswirkungen auf ihr Geschäft sahen. Autotrader drohten daraufhin Massenkündigungen, in Facebook-Gruppen kursierten entsprechende Aufrufe, und zahlreiche Händler gingen tatsächlich den Schritt. Die Plattform lenkte daraufhin ein und entschuldigte sich.
Konkret störten sich Händlerkunden an dem Service „Deal Builder“. Der Ärger rund um die Funktion wurde im November so groß, dass sich Händler in verschiedenen Facebook-Gruppen sammelten. Der Betreiber einer dieser Gruppen, die eine größere vierstellige Zahl von Mitgliedern vereinigte, rief dann Mitte November zur gemeinschaftlichen Vertragskündigung durch Händler an einem Stichtag auf – oder zur Herabstufung von gebuchten Inseratspaketen.
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