Rückblick

Opels lange Elektro-Historie

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Als Urahn des heutigen vollelektrischen, 100 kW/136 PS starken Hochdachkombis „Combo“ präsentierte Opel zudem 1995 den „Combo Plus“, dem damals noch ein 45 kW/61 PS starker Drehstrom-Asynchronmotor reichen musste. Und dann gab es noch ein raffiniertes Showcar: Der Cityflitzer „Opel Twin“ kombinierte charmantes Design im kurzen Format mit zwei Antriebsarten. In der Stadt sorgten Radnabenmotoren für Vortrieb, auf längeren Touren ein Dreizylinder-Benziner.

Die Idee der Reichweitenverlängerung via Verbrenner führte Opel dann 2011 in der elektrisch angetriebenen Fastback-Limousine Ampera in die Großserie. Zwischenschritte auf dem Weg dorthin waren die spektakulär gezeichneten sogenannten Flextreme-Concepts aus den Jahren 2007 und 2010 (Flextreme GT/E): schnelle Gran Turismo für große Reisen mit kräftigen Elektromotoren und Batterien, die via Verbrenner und Generator geladen wurden.

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E-Portfolio umfasst heute 15 Modelle

Heute fast vergessen: Mit dem Ampera, übrigens ein Parallelmodell zum Chevrolet Volt, präsentierte Opel als erste europäische Marke eine Familienlimousine mit elektrischem Antrieb, dies nur ein Jahr nach dem japanischen Kei-Car Mitsubishi i-MiEV und dem kompakten Nissan Leaf. Bis zu 80 Kilometer weit rollte der Ampera mit seiner 16 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie, ehe ein 63 kW/86 PS-Benziner und ein Generator zur Stromversorgung des E-Motors aktiviert wurden. Trotzdem: Zum ganz großen Absatzerfolg reichte es nicht, da teilte der Ampera das Schicksal anderer E-Pioniere.

2016 schien Opel dann ein besonderer Coup zu gelingen: Der neue Ampera-E teilte sich die Gene mit dem Chevrolet Bolt, verzichtete auf einen Verbrenner und punktete im Segment mit einer Reichweite von 432 Kilometern. Aber auch dieser Stromer blieb rar, denn GM verkaufte seine deutsche Tochtermarke 2017 an den französischen PSA-Konzern. PSA und seit 2021 Stellantis wollen Opel neu aufladen, und die Hessen liefern blitzschnell. Der Corsa-E debütierte 2020 und schaffte es auf Platz eins im Ranking der meistverkauften elektrischen Kleinwagen. Heute bietet Opels E-Portfolio bereits 15 Modelle vom Leichtfahrzeug Rocks Electric bis zum Vivaro-E Hydrogen als Wasserstoff-Brennstoffzellen-Transporter. Wasserstoff? Auch diese Technik brachte Opel schon vor 23 Jahren in Fahrt, aber das ist eine andere Geschichte.

GSE-Code lebt wieder auf

Und noch eine Thema aus seiner reichen Geschichte holte elektrifiziert in die Neuzeit: das Kürzel GSE. Auf den Autobahnen wilderte in den Siebzigern der 200 km/h schnelle Commodore GS/E im Revier etablierter Powercars mit Niere oder Stern, ein preiswerter Provokateur mit Rallye-Streifen und Platz für die Familie. Mitte der 1980er trug das elegante Oberklasse-Coupé Monza die schnellen GSE-Sportabzeichen zum Nadelstreifenanzug. Dann war der GSE-Code vergessen – bis Opel 2021 mit einem elektrischen Manta-Prototyp im Restomod-Dress die Submarke GSE kreierte: GSE gleich rasanter elektrischer Spaßmacher, heißt es heute.

Während die aktuellen Opel-Typen Grandland GSE und Astra GSE noch auf Plug-in-Hybrid-Power setzen, soll der für 2024/25 angekündigte neue Manta das GSE-Signet vollelektrisch aufladen. Und damit das Kultduell Manta vs. Capri (die Coupé-Version des Ford Explorer) der 1970er und 1980er revitalisieren, diesmal aber fast emissionsfrei.

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