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Opel hat wieder eine eigene Bank – was bedeutet das für den deutschen Handel?
Kurzfristig hat das erst mal noch keine Auswirkungen, da der Kauf zunächst komplett abgeschlossen werden muss. Bis wir operativ beginnen können, dauert es sicherlich noch bis Ende des Jahres. Aber dann werden wir Finanzprodukte bekommen, die es bisher noch nicht gab oder die wir teuer hinzukaufen mussten. Was allerdings nicht heißt, dass sich die Konditionen sofort dramatisch verbessern werden. Das wird erst dann sukzessive passieren, wenn sich die Refinanzierung der Bank spürbar verbessert. Die entscheidende Botschaft an den Handel ist aber: GM investiert in die Infrastruktur hinter der Marke – gerade auch in Deutschland. Das ist übrigens auch eine Botschaft für die Kunden. Also – die eigene Autobank wird uns mittelfristig stärker machen und bildet eine sinnvolle Ergänzung zu bestimmten Finanzprodukten bestehender Dienstleister.
Laufen Ihre Werbemaßnahmen im Hinblick auf Marke bzw. Image in die richtige Richtung?
Das ist sicherlich ein langfristiges Projekt. Mit den ersten Kampagnen, die wir mit Borussia Dortmund und Jürgen Klopp gestartet haben, ist es uns zuletzt gut gelungen, auf sympathische Art und Weise eine Produktstärke Opels zu kommunizieren. Die Marke wieder mit einem starken Profil zu versehen, ist das langfristige Ziel, an dem wir hart arbeiten.
Wäre zum Beispiel mehr Werbung für den Astra GTC nicht hilfreich für eine Markenprofilierung?
Ganz klar. Als ich vor fünf Monaten zu ersten Gesprächen nach Rüsselsheim kam, habe ich erstmals bewusst den GTC wahrgenommen – fairerweise muss man sagen, er ist ja auch noch ziemlich neu. Ich war begeistert. Der GTC taugt ganz sicher zum Imageträger. Nicht zuletzt im Rahmen von Motorsportaktivitäten des Opel Performance Centers. Denn das Thema Leistung ist ein wichtiger Teilaspekt, wenn es um die emotionale Aufladung der Marke geht. Da gibt es noch großes Potenzial – wir haben hier einen ungeschliffenen Diamanten.
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