Panamera protzt mit Hightech
Porsche hat seinem neuen Fünftürer Panamera eine Reihe von technischen Neuigkeiten mitgegeben, die erstmals in einem Serien-Modell der Oberklasse zu finden sind.
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Mit dem PDK bietet Porsche in diesem Marktsegment erstmals ein Doppelkupplungsgetriebe an. Es trägt zu besserer Wirtschaftlichkeit, zu mehr Sportlichkeit und zum Fahrkomfort bei. In seinem Wirkungsgrad ist es einem konventionellen Automatikgetriebe überlegen, weil es keinen Hydraulikdruck benötigt, um die Gänge zu halten. Außerdem spart es durch seinen als Overdrive ausgelegten höchsten Gang zusätzlich Kraftstoff. Für die Porsche-typische Sportlichkeit sorgen kurze Schaltzeiten und die spürbar direkte Kraftübertragung ohne Wandlereffekt.
Laut Porsche „ein Meilenstein“ für ist zudem das erste Start-Stopp-System in einem Premiumfahrzeug mit automatisch schaltendem Getriebe (hier unterschlagen die Schwaben allerdings den Lexus LS 600h, dessen Hybridantrieb ebenfalls im Stand den Verbrennungsmotor abschaltet). In Verbindung mit weiteren Sparmaßnahmen, wie etwa rollwiderstandsarmen Reifen (Michelin Pilot Sport PS2 und Pilot Alpin PA3) und verringerter Reibung zwischen Scheiben und Belägen bei nicht betätigter Bremse, verbraucht der Panamera S mit PDK im neuen Europäischen Fahrzyklus nur 10,8 Liter auf 100 Kilometer – und das mit einem 4,8 Liter großen V8 mit 294 kW/480 PS.
Fahrdynamik und Komfort
Um bei der Fahrwerksabstimmung des Panamera keinen Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort eingehen zu müssen, verwendet Porsche sein aktives Dämpfersystem PASM. Darüber hinaus ermöglicht die adaptive Luftfederung mit schaltbarem Zusatzvolumen in jeder Feder – eine Entwicklung von Continental und laut Porsche ein Novum im Automobilbau – eine größere Spreizung zwischen sportlichen und komfortablen Fahrwerksprogrammen.
Weiter steigern lassen sich Fahrdynamik und Komfort bei allen Modellen auf Wunsch mit Hilfe der aktiven Wankstabilisierung PDCC, die bei Geradeausfahrt das Ansprechverhalten auf einseitige Fahrbahnunebenheiten verbessert und in Kombination mit einer geregelten Hinterachs-Quersperre angeboten wird.
Leichtbau und Funktionalität
Eine Ehrensache für Porsche ist es, die Fahrzeugmasse möglichst gering zu halten. Zwar spart sich der Sportwagenbauer eine Vollaluminium-Bauweise, obwohl die dazu nötigen Fähigkeiten im Konzern vorhanden sind (siehe Audi A8), aber moderne Fertigungsverfahren und unterschiedliche Werkstoffe je nach Belastung machen trotzdem echten Leichtbau möglich. Ein Beispiel sind die Türen: Sie besitzen eine tragende Struktur aus laserbearbeitetem Aluminiumdruckguss, eine Aluminiumaußenhaut und einen Türfensterrahmen aus dünnwandigem Magnesiumdruckguss. Das Resultat: Der Panamera S wiegt 1.770 Kilogramm – zum Vergleich: Beim Audi A8 sind es 1.815 Kilo, allerdings mit Allradantrieb. Und ein Mercedes CLS 500 bringt schon 1.835 Kilogramm auf die Waage.
Sichtbares Merkmal der ausgetüftelten Aerodynamik ist der aktive Vier-Wege-Heckspoiler beim Panamera Turbo. Durch sein fahrsituationsabhängiges Management von Anstellwinkel und Flächengeometrie verbessert er die Aerodynamik, Fahrsicherheit und Performance.
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