Isuzu Pick-up-Spezialist mit Expansionsstrategie

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Marke Isuzu hat es sich in ihrer Nische eingerichtet, will sie aber zugleich vergrößern. Mit Elektromodell und Lifestyle-Angeboten will der Importeur in Deutschland wachsen – und hat deshalb auch wenig Sorgen vor neuen Konkurrenten.

Isuzu sieht sich gut aufgestellt im Wettbewerb und erwartet den elektrischen D-Max auch in Deutschland.(Bild:  Grimm – VCG)
Isuzu sieht sich gut aufgestellt im Wettbewerb und erwartet den elektrischen D-Max auch in Deutschland.
(Bild: Grimm – VCG)

Der japanische Pick-up-Spezialist Isuzu blickt trotz wachsender Konkurrenz zuversichtlich in die Zukunft. In den vergangenen Jahren habe die Isuzu Sales Deutschland GmbH mit Sitz in Flörsheim als Importeur den Absatz signifikant erhöhen können, hieß es auf Anfrage von »kfz-betrieb«. Vergangenes Jahr registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt 1.176 Neuzulassungen für das Fabrikat – etwa das Doppelte des Volumens nach dem Corona-Einbruch 2020. Die meisten Verkäufe entfielen dabei auf das Pick-up-Modell D-Max. Daneben vertreibt der Importeur auch leichte Nutzfahrzeuge („N-Serie“).

Den Aufschwung begründet das Unternehmen mit einer deutlichen Verjüngung der Kundschaft. Zudem sei es gelungen, sich nicht mehr ausschließlich als Nutzfahrzeug-Hersteller zu präsentieren, sondern auch als Lieferant von Lifestyle-Pick-ups. Grundsätzlich sieht sich das Traditionsunternehmen mit seinem Produkt in einer starken Marktposition.

Dazu trägt nicht zuletzt ein stabiles Händlernetz bei, das aus rund 120 A-Händlern besteht – darunter bekannte Unternehmen wie das Autohaus Peter. Dazu kommen B-Händler und zahlreiche Anlaufstellen für den Service. Interessenten stehen damit fast flächendeckend Anlaufstellen mit kurzen Anfahrtswegen zur Verfügung (größere Lücken gibt es in Niedersachsen, Nordhessen und Franken).

Ziel: Gut zehn Prozent Marktanteil

In den kommenden Jahren sollen die Verkäufe weiter deutlich steigen. Der Importeur selbst spricht von einer „ehrgeizigen Expansionsstrategie“ und will sich zehn bis zwölf Prozent des Pick-up-Marktes sichern. Dazu beitragen sollen auch „neue engagierte Partner (Markenbotschafter)“, die insbesondere Erfahrung im Pick-up-Segment mit anderen Marken einbringen. Man verzeichne ein „wachsendes Interesse am Isuzu-Portfolio und Engagement der Händler“.

Isuzu D-Max: Generation sieben ist am Start
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Wachsen könnte das Portfolio insbesondere durch ein Elektromodell, das die Japaner auf der Bangkok International Motor Show Ende März vorgestellt hatten. Es wäre das erste Isuzu-E-Modell überhaupt und basiert auf dem Pick-up D-Max mit fünfsitziger Doppelkabine. Importeur Isuzu Sales Deutschland zeigte sich auf Anfrage entschlossen, sich für den Vertrieb des D-Max EV einzusetzen. Offiziell heißt es vom Hersteller, dass das Modell ab 2025 in „ausgewählten Märkten“ in Europa erhältlich sein werde. Explizit genannt wurden zunächst Norwegen und Großbritannien.

Dass die Rückkehr des Amarok und der Markteintritt des Ineos Quartermaster das Wachstumspotenzial einschränken könnten, sieht Isuzu Sales Deutschland nicht. Der Quartermaster sei Teil eines vollkommen anderen Segments und der Amarok „mit seinen Preisen kein direkter Wettbewerber“.

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