Gebrauchtwagen Pkw-Umschreibungen drehen im Gesamtjahr ins Minus

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Gebrauchte Pkw waren im August deutlich weniger gefragt als im Vorjahresmonat. Möglicherweise schrecken die hohen Preise die Konsumenten.

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt war im August wenig agil.(Bild:  Achter/»kfz-betrieb«)
Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt war im August wenig agil.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt war im August in der Sommerpause. Wie aus den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, wechselten im vergangenen Monat deutlich weniger Pkw ihren Besitzer als im August 2024. Exakt 514.122 Fahrzeuge fanden einen neuen Halter. Das war ein Rückgang um 4,4 Prozent, während der Neuwagenmarkt um 5 Prozent zulegte.

Der Rückgang reiht sich ein in die Berg- und Talfahrt des Gebrauchtwagengeschäfts im laufenden Jahr. Allerdings sorgt der jüngste, doch recht deutliche Rückgang nun dafür, dass die Gesamtzahl der Pkw-Halterwechsel leicht unter das Vorjahresniveau gesunken ist. Seit Jahresstart fanden 4,392 Millionen Pkw eine neue Verwendung – 0,1 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Ein Grund für die Marktschwäche könnte die Zurückhaltung der Verbraucher sein. „Von der Nachfrageseite gibt es im August nur wenig Marktimpulse“, heißt es von Plattform Autoscout 24. Man habe im August 2,9 Prozent direkte Kontaktanfragen bei den Gebrauchtwagenhändlern im Vergleich zum Juli registriert, so die Plattform. Vor allem dem Diesel (-8,4 %) gehen die Interessenten aus dem Weg. Das Interesse an BEV (+3,3 %) und Benzinern (+1,2 %) ist dagegen gestiegen.

In unsicheren Zeiten ist Sparen angesagt – insbesondere beim Autokauf. Möglicherweise schlägt sich dieser Aspekt in der aktuellen Verbraucherzurückhaltung nieder. Denn Gebrauchte sind teuer. 27.517 Euro war der durchschnittliche Angebotspreis für einen Gebrauchten auf der Autoscout-Plattform. Das sind saisonstypisch zwar 0,3 Prozent weniger als im Juli, seit Jahresstart verteuerte sich der Angebotspreis aber um 1,7 Prozent – natürlich auch getrieben durch die vermehrte Zahl von gebrauchten E-Fahrzeugen.

Zurückhaltung auf breiter Front

Insgesamt war der August ein nachfrageschwacher Monat. Denn auch in den anderen Fahrzeugklassen registrierte das KBA rückläufige Zahlen. Im bislang stabilen Lkw-Markt ging es im August um 0,6 Prozent bergab. Und auch im Segment der Zugmaschinen ging es um 1,1 Prozent ins Minus. Beide Bereiche sind aufs Jahr gesehen aber noch im Plus.

Deutlich rückläufig entwickelten sich auch die Umschreibungen bei den Krafträdern (-4,1 %) und vor allem bei den Omnibussen (-18,5 %), wobei der letzgenannte Bereich regelmäßig stark schwankt. Dennoch sind die Umschreibungen der Busse nun auch aufs Gesamtjahr gesehen rückläufig (-0,5 %).

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