Polestar-Strategie Neues Kompakt-SUV und mehr Stores

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

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Noch schreibt Polestar rote Zahlen. Doch das soll sich unter der neuen Leitung von Michael Lohscheller bereits in diesem Jahr ändern: Dazu setzt der schwedische E-Auto-Hersteller beim Vertriebsnetz an und bringt mit dem Polestar 7 ein neues Kompakt-SUV.

Das Polestar-Produktportfolio wächst von drei auf fünf Modelle.(Bild:  Polestar)
Das Polestar-Produktportfolio wächst von drei auf fünf Modelle.
(Bild: Polestar)

Im August hatte der erfahrene Automotive-Manager Michael Lohscheller das Ruder bei Polestar übernommen: Jetzt hat der schwedische Hersteller, der nach wir vor Verluste schreibt, seine Pläne für die kommenden drei Jahre verkündet. Polestar stellt in seinem Bestreben, noch in diesem Jahr profitabel zu werden, erhebliche Veränderungen in Aussicht.

Der aktualisierte Geschäftsplan sieht für die Jahre 2025 bis 2027 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Einzelhandelsvolumens zwischen 30 und 35 Prozent vor. Polestar-CEO Michael Lohscheller will dazu vor allem die Expansion im Einzelhandel und die kommerzielle Transformation beschleunigen. „Gleichzeitig passen wir unser künftiges Modellportfolio an und reduzieren unsere Kosten deutlich.“ 2025 werde das stärkste Jahr in der Geschichte von Polestar sein, sowohl in Bezug auf das Volumen als auch auf die Finanzen, ist Lohscheller überzeugt.

Daniel Donghui Li, CEO der Geely Holding Group und Vorstandsmitglied von Polestar, sichert der Marke auch künftig Rückendeckung zu: „Geely wird die Entwicklung und die Umsetzung der Strategie von Polestar weiterhin unterstützen und eng mit Polestar zusammenarbeiten, um zusätzliche Eigen- und Fremdfinanzierung zu sichern. Polestar bleibt ein wichtiger globaler Vermögenswert für Geely.“

Im zweiten Halbjahr 2025 erweitert der Hersteller mit dem Polestar 5 sein Portfolio um ein viertes Modell. Der viersitzige Hochleistungs-Grand-Tourer basiert auf der von Polestar selbst entwickelten Aluminium-Plattform. Er wird auch der erste Polestar, der die 800-Volt-Technologie nutzt. Und ein fünftes Modell ist bereits in Planung: Der Hersteller wird mit dem Polestar 7 künftig auch ein vollelektrisches Kompakt-SUV im Angebot haben.

Produziert werden soll dieses Fahrzeug in Europa. Bislang baut der Hersteller seine Fahrzeuge in den USA, Südkorea und China. Ab dem Polestar 7 will der Hersteller auch schrittweise von einem Multi-Plattform-Ansatz zu einer einzigen Architektur übergehen, um die Kosten zu reduzieren. Wann genau der Polestar 7 auf den Markt kommt, wurde noch nicht kommuniziert.

Der digitale Direktvertrieb bleibt

Um den Fahrzeugabsatz anzukurbeln, will Polestar seine physische Vertriebspräsenz europaweit deutlich ausbauen: Mit neuen Einzelhandelspartnern soll die Zahl der Standorte von 70 auf 130 wachsen. Am digitalen Direktvertrieb will der Hersteller dabei aber nicht rütteln.

Neben dem Fahrzeugverkauf selbst will Polestar auch noch mit weiteren Geschäftsfeldern den Sprung in die Gewinnzone schaffen: Für die Zukunft erwartet Polestar einen deutlich höheren Umsatzbeitrag aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten. Für das Jahr 2025 hat Polestar einen EU-CO2-Pool mit vier OEMs gegründet. Zudem steigt das Unternehmen mit „Polestar Energy“ in ein neues Geschäftsfeld ein: Mit einem App-basierten Service, der in mehreren europäischen Schlüsselmärkten eingeführt werden soll, sollen die Kunden die Kosten für das heimische Aufladen ihres E-Autos um bis zu 30 Prozent senken können.

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