Pkw-Interessent Polizei befreit 92-Jährigen aus Autohaus

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Mitarbeiter von hermetisch abgeschlossenen Autohäusern sollten bei Dienstschluss genau hinsehen. In Maintal wurde ein 92-Jähriger auf einem Autohaus-Hof eingeschlossen. Er hatte sich nur den Autobestand ansehen wollen – allerdings zum Betriebsschluss.

Im besonderen Einsatz: In Maintal befreite die Polizei einen Rentner aus einem Autohaus.(Bild:  Grimm / »kfz-betrieb«)
Im besonderen Einsatz: In Maintal befreite die Polizei einen Rentner aus einem Autohaus.
(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Zu einer ungewöhnlichen Rettungsaktion in einem Autohaus musste die Polizei im hessischen Maintal in der vergangenen Woche (13. März) ausrücken. Laut einer Pressemitteilung der Polizei in Offenbach war um 18.45 Uhr bei den Beamten ein Notruf eingegangen. Der Anrufer berichtete, dass sein Vater offenbar auf dem Gelände eines Autohauses in der Otto-Hahn-Straße eingeschlossen sei.

Eine Streife machte sich daraufhin kurzerhand auf den Weg zur Automeile im Stadtteil Dörningheim – vorsorglich mit zwei Leitern im Gepäck und gemäß dem Motto „Die Polizei – dein Freund und Helfer“. Dort eingetroffen fanden die Polizisten sowohl den Anrufer, als auch den „Eingeschlossenen“ vor. Der 92-jährige Vater des Anrufers befand sich hinter einem rund zwei Meter hohen Zaun auf dem Gelände des Autohauses.

Wie der rüstige Rentner berichtete, war er zuvor einkaufen gewesen und hatte anschließend noch einen Blick auf die ausgestellten Fahrzeuge werfen wollen. Dabei verlor er offenbar etwas die Zeit aus den Augen. Kurz vor 18 Uhr hatte er das Gelände betreten, um sich die Autos anzusehen. Dabei hatte er nicht bemerkt, dass das Autohaus um diese Uhrzeit bereits schließt – und vor allem mit Zaun und Tor abgeriegelt werden kann.

Als der Rentner den Parkplatz wieder verlassen wollte, stellte er fest, dass es kein Hinauskommen mehr gab. Das bei seiner Ankunft offene Schiebetor war mittlerweile zugezogen und abgeschlossen. Die Mitarbeitenden hatten seine Anwesenheit ganz offensichtlich nicht bemerkt, als sie Feierabend machten.

Die Lösung kam schließlich mit vereinten Kräften und den Leitern: Eine wurde auf der Innenseite, die andere außen am Tor aufgestellt. Über diesen improvisierten Ausstieg kletterte der Senior schließlich ohne weitere Zwischenfälle und unter amtlicher Aufsicht zurück in die Freiheit. Der 92-Jährige zeigte sich sichtlich erleichtert, nahm die ungewöhnliche Rettungsaktion mit Humor und bedankte sich bei den uniformierten Helfern.

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