Rennsport Porsche – 40 Jahre 956/962

Von Steffen Dominsky

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Gerne ändert der Automobilweltverband von Zeit zu Zeit seine Rennsportreglements – vor vier Jahrzehnten ziemlich radikal. Die Regeln der neuen Gruppe C wusste keiner perfekter für sich zu nutzen wie der Zuffenhausener Hersteller.

Gleich in seiner ersten Saison 1982 stellt der Porsche 956 in der Gruppe C seine Schlagkraft unter Beweis. So gelingt Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans ein grandioser Dreifachsieg. (Bild:  Porsche AG)
Gleich in seiner ersten Saison 1982 stellt der Porsche 956 in der Gruppe C seine Schlagkraft unter Beweis. So gelingt Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans ein grandioser Dreifachsieg.
(Bild: Porsche AG)

Feste soll man bekanntlich feiern wie sie fallen – stimmt. Dass ein Fahrzeughersteller das Jubiläum einer Rennserie zelebriert, kommt eher selten vor. Doch ist das im Fall Porsche und der Gruppe C durchaus nachvollziehbar. Weshalb? Ganz einfach, weil bis dato kein anderer Hersteller eine Fahrzeug-Rennsportkategorie derart dominierte wie die Schwaben besagte Gruppe, die vor 40 Jahren ihren Einstand feierte. Und das kam so: Für die Saison 1982 ändert die FISA (Fédération Internationale du Sport Automobile) das Reglement für die Sport- und Tourenwagen. Die bisherigen Gruppen 1 bis 6 werden auf die drei Gruppen A (Großserien-Tourenwagen), B (Kleinserien-GT-Fahrzeuge) und C (Sportwagen-Prototypen) reduziert. Das neue Reglement für die Gruppe C wird bereits im Juli 1980 als Entwurf vorgestellt und im Oktober 1981 in der ersten offiziellen Version veröffentlicht. Die Gruppe C ist als reine Prototypenklasse definiert. Daher ist für eine Homologation weder eine Mindestanzahl gebauter Fahrzeuge noch die Verwendung von Serienbauteilen vorgeschrieben.

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Mit Fahrzeugen gemäß dem Gruppe-C-Reglement werden von 1982 bis 1992 die Rennen zur Sportwagen-Weltmeisterschaft ausgetragen. Darüber hinaus kommen die Gruppe-C-Fahrzeuge von 1982 bis 1985 auch in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft zum Einsatz. Sie wird 1983 und 1984 unter der Bezeichnung Internationale Deutsche Rennsport-Meisterschaft und 1985 als Internationale Deutsche Sportwagen-Meisterschaft ausgetragen. Weiterhin werden Gruppe-C-Fahrzeuge auch in den Jahren 1986 bis 1989 im Supercup eingesetzt. Am längsten überdauern die Gruppe-C-Rennwagen in der nordamerikanischen IMSA-GTP-Serie, wo Fahrzeuge dieser Klasse bereits von 1981 an bis zum Jahr 1993 zugelassen sind. Der 962 IMSA kommt jedoch erst von 1984 an zum Einsatz.