Personalie Porsche Deutschland braucht neuen Chef

Von Dr. Martin Achter 2 min Lesedauer

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Zum 1. September erfolgt der Wechsel: Alexander Pollich, bisher Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Deutschland, übernimmt künftig die Verantwortung für das Geschäft der Luxusmarke auf dem chinesischen Markt. Bis die Führungsspitze auf dem Heimatmarkt neu besetzt ist, gibt es eine vorläufige Lösung.

Alexander Pollich, bisher Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Deutschland, wird voraussichtlich ab September für das Geschäft der Luxusmarke auf dem chinesischen Markt zuständig sein. Einen Nachfolger, der das Geschäft auf dem Heimatmarkt lenkt, muss Porsche noch finden.(Bild:  Porsche AG)
Alexander Pollich, bisher Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Deutschland, wird voraussichtlich ab September für das Geschäft der Luxusmarke auf dem chinesischen Markt zuständig sein. Einen Nachfolger, der das Geschäft auf dem Heimatmarkt lenkt, muss Porsche noch finden.
(Bild: Porsche AG)

Porsche braucht für das Geschäft auf dem Heimatmarkt eine neue Führungsspitze. Alexander Pollich (57), seit 2018 Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Deutschland, verantwortet künftig das Geschäft der Marke in den Märkten China, Hongkong und Macao, wie Porsche am Wochenende in Stuttgart mitteilte. Der Wechsel erfolgte voraussichtlich zum 1. September.

Pollich wird demnach als „President and CEO Porsche China, Hongkong and Macao“ aktiv. Die Regionalgesellschaft sitzt in Shanghai.

Gründe für den Wechsel nannte Porsche in seiner Mitteilung nicht. Jedoch schrumpfte die Zahl ausgelieferter Fahrzeuge nach China von 2021 bis 2023 um rund 17 Prozent. Zuvor war der Absatz auf dem Markt über viele Jahre hinweg stetig gestiegen.

Auch zu einem Nachfolger für Pollich in der Schlüsselposition machte die Marke keine konkreten Angaben. Jedoch erläuterte das Unternehmen, wie die Steuerung des Geschäfts auf dem Heimatmarkt vorübergehend erfolgt: Karsten Sohns, seit 2008 Geschäftsführer und Finanzchef von Porsche Deutschland, und Chief Operating Officer Thomas Illner werden vorerst einspringen.

Pollich steuerte das Geschäft Porsches rund sechs Jahre. In diese Zeit fielen unter anderem die Einführung der neuen Markenarchitektur „Destination Porsche“ sowie die Etablierung verschiedener anderer Standortformate, darunter Satellitenbetriebe der Marke. Der Absatz Porsches in Deutschland stieg zwischen 2018 und 2023 um rund 14 Prozent, während der Gesamtmarkt um rund ein Sechstel schrumpfte.

Pollich ist seit über 23 Jahren im Dienste Porsches auf verschiedenen Führungspositionen tätig. Mit ihm übernehme „ein international versierter Vertriebsexperte die Verantwortung für den wichtigen chinesischen Absatzmarkt“, erklärte das Unternehmen. Pollichs Vorgänger in China, Michael Kirsch, werde „auf eine andere verantwortungsvolle Position im Konzern wechseln“, erklärte das Unternehmen. Details will Porsche später nennen. Kirsch war der Mitteilung zufolge gut zwei Jahre in China aktiv.

Zu den bisherigen internationalen Stationen Pollichs gehören seine Aktivitäten in Kanada und Großbritannien als Marktverantwortlicher. Zuvor war der studierte Diplom-Betriebswirt und Diplom-Ökonom für Porsche im Strategiebereich aktiv und baute die globale Vertriebsnetzentwicklung für die Marke auf.

Pollichs Hauptaufgabe wird laut Porsche die Absicherung des aktuellen operativen Porsche-Geschäfts in der asiatischen Region sein. Daneben obliege ihm der Aufbau einer „wertorientierten und markenadäquaten Wachstumsstrategie“ in China. Nicht zuletzt wolle Porsche mit Pollich zu einer „noch intensiveren Zusammenarbeit mit den lokalen Händlern“ kommen sowie die Strukturen und Prozesse im Geschäft vor Ort verbessern.

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