Todesmitteilung Porsche-Größe Peter Falk verstorben

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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Mehr als drei Jahrzehnte lang prägte Peter Falk als Ingenieur und Rennleiter die Motorsportgeschichte des Unternehmens. Er war an zahlreichen Erfolgen und Entwicklungen maßgeblich beteiligt. Am 23. Januar 2026 ist er im Alter von 93 Jahren gestorben.

Am 23. Januar 2026 starb Porsche-Urgestein Peter Falk im Alter von 93 Jahren.(Bild:  Porsche)
Am 23. Januar 2026 starb Porsche-Urgestein Peter Falk im Alter von 93 Jahren.
(Bild: Porsche)

Am 23. Januar verstarb Peter Falk. Der ehemalige Ingenieur und Rennleiter wurde 93 Jahre alt. Nach einer Lehre als Autoschlosser studiert er Maschinenbau mit Schwerpunkt Kraftfahrzeugtechnik in Stuttgart. Als 23-Jähriger bestreitet er seine erste Rallye als Co-Pilot seines Nachbarn und Werkstattinhabers Alfred Kling. 1959 beginnt er als einer von nur zehn Mitarbeitenden im Fahrversuch bei Porsche. Fünf Jahre später wechselt Falk in die Vorentwicklung und Rennbetreuung, verhilft unter anderem dem Elfer zum Fahren. Bei der Rallye Monte Carlo 1965 sitzt er als Co-Pilot neben Herbert Linge beim ersten internationalen motorsportlichen Einsatz eines Porsche 911.

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In den folgenden Jahrzehnten prägt Falk die Geschichte des Unternehmens mit. Er führt den Porsche 911 auf Rennstrecken zu weltweitem Erfolg und treibt die Entwicklung vieler Modelle voran. Von 1973 bis 1981 wirkt er als Versuchsleiter in der Serienentwicklung der Baureihen 911, 924 und 928. Außerdem verantwortet er in seiner Funktion als Rennleiter wichtige Erfolge des Porsche 956/962 in der Gruppe C. Unter seiner Führung als Rennleiter gelingen Porsche in den 1980er-Jahren sieben Gesamtsiege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und elf Weltmeistertitel. Zu den weiteren Triumphen seiner Karriere zählen beeindruckende fünf Gesamtsiege in Daytona und zwei Gesamtsiege bei der Rallye Paris-Dakar in den Jahren 1984 und 1986.

Wegbereiter mit außergewöhnlichem Teamgeist

Bei Rennfahrern, Kollegen und Mitarbeitern gilt Falk als außergewöhnlicher Theoretiker und Praktiker zugleich, der stets den Teamgedanken über persönliche Anerkennung stellt, getreu seinem Motto: „Ich habe immer gesagt, ich bin selber gar nichts, aber mein Team muss gut sein. Und das ist das Wichtigste.“ Auch renommierte Weggefährten wie Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck hoben seine Ruhe, Besonnenheit und seinen außergewöhnlichen Teamgeist hervor. Damit beschreiben sie, was viele an ihm schätzten: nicht nur seine technische Brillanz, sondern auch sein Menschsein und seinen feinen Sinn für Humor.

Nach dem Beginn seines Ruhestands im Jahr 1993 blieb der gebürtige Grieche dem Unternehmen eng verbunden. Viele Jahre stand er dem Team Porsche Heritage und Museum noch als Zeitzeuge und Interviewpartner zur Verfügung. Und auch auf renommierten Klassik-Veranstaltungen war er häufig zu Gast oder gar an der Organisation der ein oder anderen Oldtimer-Rallye beteiligt. Peter Falk hinterlässt seine Frau Ruth, eine Tochter und einen Enkel.

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