Porsche: Händler profitieren finanziell von Functions on Demand

Von Dr. Martin Achter Autor Name

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Der Luxusfahrzeughersteller will seine Vertriebspartner an neuen digitalen Geschäftsmodellen wirtschaftlich teilhaben lassen. Der Handel soll am Verkauf von Fahrzeugfunktionen auf Abruf verdienen, muss dem Kunden aber auch einen Mehrwert bieten.

Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen zum Verkauf von Functions on Demand: „Der Händler wird an diesem Vertrieb beteiligt sein.“(Bild:  Achter/»kfz-betrieb«)
Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen zum Verkauf von Functions on Demand: „Der Händler wird an diesem Vertrieb beteiligt sein.“
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Porsche-Partner sollen künftig am Verkauf von online buchbaren und individuell freischaltbaren Fahrzeugfunktionen wirtschaftlich teilhaben. „Der Händler wird an diesem Vertrieb beteiligt sein“, sagte Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen am Donnerstag während einer Informationsveranstaltung vor Journalisten. Die Vertriebspartner müssten dem Kunden aber einen Mehrwert bieten. Dieser bestehe darin, die Funktionen zu erklären.

Zubuchbare Fahrzeugfunktionen – auf Englisch „Functions on Demand“ – sind bei verschiedenen VW-Konzernmarken und auch anderen Herstellern ein wichtiges Zukunftsthema. Diese Dienstleistungen sollen bei VW Teil eines sogenannten digitalen Ökosystems des Konzerns werden, das Fahrzeughalter, Fahrzeuge, Händler, Werkstätten und Hersteller miteinander vernetzt und aneinander bindet. Ein Beispiel für eine zubuchbare Funktion könnten laut Porsche besondere Scheinwerferleistungen für Überlandfahrten in der Nacht sein, die der Kunde aber nur im Einzelfall nutzt.

Porsche baut sein digitales Ökosystem rund um die Plattform „My Porsche“ auf. Jeder Nutzer hat auf der Plattform sein eigenes Kundenprofil, seine Porsche-ID, die mit seinen persönlichen Angaben und Nutzungsdaten verknüpft ist. Solche Lösungen sind von High-Tech-Konzernen wie Apple oder Google bekannt.

Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke: Hersteller müssen in Functions on Demand investieren und entsprechende Komponenten in Fahrzeugen verbauen.(Bild:  Achter/»kfz-betrieb«)
Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke: Hersteller müssen in Functions on Demand investieren und entsprechende Komponenten in Fahrzeugen verbauen.
(Bild: Achter/»kfz-betrieb«)

Wie Porsche-Finanz- und IT-Vorstand Lutz Meschke während der Informationsveranstaltung erläuterte, bedeuten Functions on Demand für den Hersteller, dass dieser künftig mitunter Teile in Fahrzeugen verbauen muss, die es erlauben, zusätzliche Funktionen freizuschalten: Wenn die zusätzlichen Funktionen nur durch die Kombination von Hardware und Software funktionierten, müsse der Hersteller „die Hardware vorher schon ins Auto legen und ein Stück weit in die Zukunft investieren“. Der Händler müsse dem Kunden künftig dann „klar machen, dass er zu dem Zeitpunkt, zu dem er das Fahrzeug kauft, im Grundpreis diese Funktion noch nicht mitbezahlt“, sondern erst, wenn er diese nutze.

Vertriebsvorstand von Platen betonte während der Informationsveranstaltung, bei der es um die digitale Transformation des Herstellers ging, die grundsätzliche Bedeutung des weltweiten Händlernetzes für den Hersteller: „Die Händler werden für uns nach wie vor – zumindest in der Automobilwelt – extrem wichtig sein, weil der Kunde noch immer ein sehr wichtiges Investment tätigt“, sagte von Platen. Autos würden künftig aber zunehmend komplexere Produkte. Händler müssten diese erläutern und den Kunden hinsichtlich seines Kaufs bestärken. „Dafür wird der physische Handel weiter sehr wichtig sein.“

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Die Marke werde auch in Zukunft weltweit auf sein Vertriebspartnermodell setzen, betonte von Platen: „So war es schon immer und so wird es bei Porsche als Premiummarke immer bleiben – nicht nur, weil wir uns lieben, sondern weil der Händler einen extrem hohen Mehrwert über verschiedene Stufen bringt.“

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