Aiways Positive Bilanz des hybriden Vertriebs

Von Andreas Grimm

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Aiways-Fahrzeuge sind in Deutschland weiterhin selten zu sehen, die Zulassungszahlen noch nicht öffentlich nachvollziehbar. Doch das Vertriebsmodell ohne klassische Autohändler verteidigt der Importeur.

Aiways-Fahrzeuge sind in Deutschland noch selten zu sehen. Zum Vertriebssystem ohne echte Händler äußert sich der Importeur aber positiv.(Bild:  Grimm – »kfz-betrieb«)
Aiways-Fahrzeuge sind in Deutschland noch selten zu sehen. Zum Vertriebssystem ohne echte Händler äußert sich der Importeur aber positiv.
(Bild: Grimm – »kfz-betrieb«)

Der chinesische Importeur Aiways zieht zum Start seines zweiten Modells in Europa Bilanz. Nach eigenem Empfinden ist das 2017 gegründete Unternehmen auf einem guten Weg: Seit 2020 ist es dabei, sich trotz Lieferketten-Problemen und Coronapandemie von der Europazentrale in München aus zu etablieren. Mit einer speziellen Mischung aus digitalem Direktvertrieb und stationären Anlaufstellen sei im Vertrieb die Kundenansprache bislang geglückt, heißt es zusammengefasst in einer Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag (24.11.). Konkrete Zahlen zum Verkaufserfolg nannte das Unternehmen allerdings nicht. Bislang wird das Fabrikat noch nicht in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts ausgewiesen.

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Aiways Europe verfügt den Angaben zufolge inzwischen über 160 Verkaufsstützpunkte in 14 Ländern, sodass Interessenten die Modelle zumindest in jedem Ballungsgebiet mit vertretbarem Aufwand erreichen und ausprobieren könnten. Zwar habe man bewusst auf den Aufbau eines Händlernetzes vor dem Markteintritt verzichtet, da dieser Schritt aufwendig, zeitintensiv und teuer sei. Das hybride System sei gleichwohl ein großer Vorteil gegenüber dem Wettbewerb. Gemeint sind vermutlich jene Konkurrenten, die nur auf Direktvertrieb und wenige Stores setzen.

Erst der Verzicht auf eine langwierige Partnersuche im Vertrieb habe die schnelle Expansion in neue europäische Märkte trotz des schwierigen Marktumfelds ermöglicht. Länderspezifisch habe man sich dann stationäre Partner gesucht, um flächendeckend präsent zu sein. In Deutschland ist das die Elektromarkt-Kette Euronics.

Den Vertrieb jenseits der festen Anlaufstellen übernimmt die Website von Aiways, wo die Kunden „ein 360°-Produkterlebnis“ vorfinden, das die Fahrzeugkonfiguration ebenso umfasst wie die digitale Bestellmöglichkeit – und jederzeit kann der stationäre Vertrieb eingebunden werden. Allerdings waren die Stückzahlen im Jahr 2021 überschaubar. Die Preorders seien aber hoch, hieß es im Sommer 2021 aus dem Unternehmen. Damals waren in Deutschland den Angaben zufolge 1.200 Aiways-Modelle auf der Straße.

Für den Service habe Aiways ein Ersatzteil-Management etabliert, das auf einem Zentrallager in Amsterdam mit gut 12.000 Quadratmetern Fläche basiere. Dort seien nicht nur Verschleißteile, sondern auch Karosserieteile und sämtliche Bauteile der Hochvolt-Batterie und des Antriebssystems vorrätig, um einen zügigen Kundenservice zu gewährleisten. In Deutschland arbeitet Aiways im stationären Service zudem mit der Werkstattkette ATU zusammen.

Neue Unternehmensführung in China

Während Aiways in Europa nicht zuletzt darauf wartet, dass die Lieferschwierigkeiten beendet werden, strukturiert der Autobauer in der Heimat die Führung um. Der bisherige CEO Charlie Zhang übernimmt laut einer Pressemitteilung den Vorsitz des Aufsichtsrats von William Chen, der aber als ordentliches Mitglied in dem Kontrollgremium bleibt. Zhang soll den Angaben zufolge insbesondere die Globalisierung der Marke Aiways vorantreiben.

Die operative Führung des Autobauers als CEO übernimmt künftig Matthew Qiu, zuletzt Produktionsvorstand des Unternehmens. Die Personalie ist ein Signal, dass der Fokus der Marke weiterhin auf den Themen Innovation, Funktionalität, Design und dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis liegt.

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