Gebrauchtwagen Preissprung bei Kleinwagen

Von Silvia Lulei

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Händler haben bei den Angebotspreisen für Kleinwagen zuletzt deutlich angezogen. Besonders stark war die Preisdynamik bei einem Volumenklassiker aus dem VW-Konzern.

Die Preissteigerung bei Gebrauchtwagen ist enorm: Ein VW Polo aus Vorbesitz kostet aktuell rund 15.000 Euro. Das sind knapp 4.000 Euro mehr als noch vor einem Jahr.(Bild:  Volkswagen AG)
Die Preissteigerung bei Gebrauchtwagen ist enorm: Ein VW Polo aus Vorbesitz kostet aktuell rund 15.000 Euro. Das sind knapp 4.000 Euro mehr als noch vor einem Jahr.
(Bild: Volkswagen AG)

Händler haben Kleinwagen im Mai rund 19 Prozent teurer angeboten als im Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Erhebung der Onlinefahrzeugbörse Autoscout 24 hervor. Demnach kostete ein Kleinwagen aus Vorbesitz im Schnitt 14.176 Euro.

Die Preisentwicklung lief dabei mit Blick auf einzelne Modelle deutlich auseinander: Innerhalb eines Jahres stiegen die Angebotspreise für Fahrzeuge vom Typ VW Polo um 35 Prozent. Für den Skoda Fabia verlangten Händler 21 Prozent mehr, beim Audi A1 lag der Aufschlag bei 18 Prozent.

Als beliebtester Kleinwagen war der VW Polo im Mai auf Autoscout auch der zweitteuerste – gemessen an Angebotspreisen von Händlern: Mit durchschnittlich 15.042 Euro kostete – das sind 3.901 Euro mehr als im Vorjahresmonat. Mehr verlangten Händler nur für gebrauchte Audi A1 (21.471 Euro). Bei keinem anderen Kleinwagen als dem Polo aber stiegen binnen eines Jahres die Preise so rasant, nämlich um 35 Prozent.

Deutlich maßvoller hat sich der Opel Corsa auf Platz zwei im Ranking entwickelt: Händler verlangen derzeit im Schnitt 12.758 Euro für einen Corsa – das ist ein Plus von knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Höhere finanzielle Erwartungen haben diejenigen, die gerade ihren Ford Fiesta (Platz 3) verkaufen wollen: Der Durchschnittspreis von 13.532 Euro im Mai bedeutet ein Plus von 20 Prozent.

Kein anderer Kleinwagen ist so schnell so teuer geworden wie der VW Polo.(Bild:  Autoscout 24)
Kein anderer Kleinwagen ist so schnell so teuer geworden wie der VW Polo.
(Bild: Autoscout 24)

Audi A1 teuer, Skoda Fabia günstig

Neben dem VW Polo haben auch andere Modelle aus dem Volkswagen-Konzern satte Preissprünge hingelegt: Der Skoda Fabia (Platz 4) kostete im Mai durchschnittlich 13.968 Euro – 2.455 Euro oder 21 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für den Audi A1 (Platz 8) wurden im selben Zeitraum 18 Prozent beziehungsweise 3.306 Euro mehr fällig. Der Seat Ibiza (Platz 5) liegt hingegen mit 14.310 Euro im monetären Mittelfeld bei den beliebtesten Kleinwagen.

Renault Twingo mit Preisminus

Nur zwei weitere Fahrzeuge in der aktuellen Top-10-Riege verzeichnen geringere Preissprünge als der Seat Ibiza: So liegt der Toyota Yaris auf Platz sieben mit 14.769 Euro preislich auf Augenhöhe mit dem Ibiza, kostet aber nur elf Prozent mehr als vor einem Jahr.

Doch auch im Inflationsjahr 2022 können Käufer sparen. Denn der Renault Twingo auf Platz zehn der Hitliste der beliebtesten Kleinwagen kostete im Mai mit durchschnittlich 7.855 Euro ganze 73 Euro weniger als noch vor einem Jahr.

Etwas komfortabler als im Twingo ist man im Renault Clio unterwegs, der im Autoscout-24-Ranking auf Platz sechs vorfährt. Mit einem Durchschnittspreis von 12.803 Euro ist er zwar deutlich teurer als der Twingo, aber immer noch günstig im Segmentvergleich – auch wenn er nun 15 Prozent mehr kostet als noch vor einem Jahr.

Der günstigste Kleinwagen findet sich auf Platz neun: Mit einem Durchschnittspreis von 2.410 Euro ist der Peugeot 206 die erste Wahl für preisbewusste Autokäufer; wobei auch dieses Modell im Verlauf des letzten Jahres um 18 Prozent teurer geworden ist.

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