Volvo-Rückruf Probleme mit chinesischen Batteriemodulen

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Bei mehr als 4.800 Fahrzeugen in Deutschland kann die Hochvoltbatterie bei voller Ladung überhitzen. Die Halter sollen zunächst nicht mehr aufladen.

Unter anderem müssen junge Volvo V60 aktuell zur Überprüfung in die Vertragswerkstatt.(Bild:  Dominsky / »kfz-betrieb«)
Unter anderem müssen junge Volvo V60 aktuell zur Überprüfung in die Vertragswerkstatt.
(Bild: Dominsky / »kfz-betrieb«)

Volvo ruft in Deutschland 4.825 Einheiten der Modelljahre 2020 bis 2022 des S60, V60, V90, S90, XC60 und XC90 in die Vertragsbetriebe zurück. Dies hat ein Sprecher von Volvo Deutschland auf Anfrage bestätigt. In den Hochvolt-Batteriemodulen der Plug-in-Hybridvarianten (PHEV) kann es bei vollständiger Ladung im geparkten Zustand zu Kurzschlüssen kommen. Infolge dieser Abweichung könnte der Energiespeicher überhitzen, wodurch erhöhtes Brandrisiko besteht.

Die Abhilfemaßnahme firmiert intern unter der Nummer „R10312“ und erfolgt in zwei Stufen. Zunächst wird das Fahrzeug mit einem Diagnosesystem des Volvo-Partners überprüft, um Auffälligkeiten im Zellverhalten zu erkennen. Ist keine Unregelmäßigkeit feststellbar, wird ein Software-Update aufgespielt, das die Zellparameter dauerhaft überwacht. Ergibt die Diagnose ein potenzielles Problem, erfolgt zusätzlich zum Update ein kompletter Austausch der betroffenen Hochvolt-Batteriemodule.

Wie kürzlich bei Ford fordert auch Volvo die Halter auf, ihre Autos bis zum Werkstattaufenthalt nicht mehr zu laden. In diesem Fall stammen die Batteriemodule aber nicht von Samsung, sondern von LG. Sie wurden laut einer Info der US-Verkehrssicherheitsbehörde zwischen 3. Juni 2019 und 30. November 2021 in China produziert. Später hergestellte Module seien nicht betroffen.

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