Pirelli-Kalender 2026  Prominenz im Spiel der Elemente

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Er ist wohl der Prototyp des automobilen Jahresplaners – auch wenn Autos – oder Reifen – im Pirelli-Kalender schon lange keine Rolle mehr spielen. Jetzt geht die 52. Auflage des Kult-Kalenders in die Post.

Der Pirelli-Kalender 2026 – „The Cal“ – inszeniert bekannte Frauen auf künstlerische Art (im Bild Eva Herzigova).(Bild:  © Pirelli Calendar 2026 by Sølve Sundsbø)
Der Pirelli-Kalender 2026 – „The Cal“ – inszeniert bekannte Frauen auf künstlerische Art (im Bild Eva Herzigova).
(Bild: © Pirelli Calendar 2026 by Sølve Sundsbø)

Der Pirelli-Kalender ist auf dem Weg zu seinen Empfängern. Wie bei den Auflagen zuvor gilt, dass der „Jahresplaner“ mit künstlerischem Anspruch nicht käuflich erworben werden kann. Die nach Angaben des Reifenherstellers 11.000 gedruckten Exemplare der Jahresauflage werden an Freunde des Hauses und ausgewählte Personen verteilt. „The Cal“, wie der Pirelli-Kalender inzwischen gerne genannt wird, erscheint für 2026 zum 52. Mal. Erstmals 1964 veröffentlicht, unterblieb eine Neuauflage in einigen Jahren.

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Die aktuelle Neuauflage des Kalenders steht unter der künstlerischen Leitung des norwegischen Fotografen und Regisseur Sölve Sundsbö. Der 55-Jährige gilt als einflussreicher „Bildgestalter“ unserer Zeit, der mit außergewöhnlichen Konzepten seine Motive und Visionen in Szene setzt. „Seine Arbeiten hinterfragen oft die Wahrnehmung der Realität“, heißt es in einem Pressetext von Pirelli. Dabei nutzt er vielfältige Technologien, vom 3D-Scannen bis zur handgemalten Retusche. Sundsbö arbeitet regelmäßig für verschiedene renommierte Publikationen wie „Harper’s Bazaar“ oder das „New York Times Magazine“.

Für The Cal 2026 erforscht Sundsbö die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Dabei verkörpern die abgelichteten Protagonisten symbolisch die Naturelemente Erde, Luft, Feuer und Wasser sowie immaterielle Kräfte wie Energie, Äther und Licht. „Der Kalender geht über die traditionellen vier Elemente hinaus“, erklärt Sundsbö in dem Pressetext. „Ich wollte nicht zu wörtlich bleiben, sondern Emotionen, Instinkte und Geisteszustände einfangen, die für das menschliche Leben von zentraler Bedeutung sind.“ In Norfolk und Essex in Großbritannien fotografierte er eine Vielzahl von Naturmotiven – Sonnenuntergänge, Wolken, Feuer, Wasser –, die schließlich als Kulisse für die abgebildeten elf Frauen aus Film, Mode, Sport und Musik dienen.

Ausgewählt wurden für The Cal 2026 letztlich 22 Bilder des Fotografen, auf denen die elf Protagonistinnen in der Auseinandersetzung mit einem Element zu sehen sind. Beispielsweise scheint die Tennisspielerin Venus Williams von innen heraus zu brennen, während sich das tschechische Model Eva Herzigová unter Wasser fotografieren lässt und das russische Model Irina Shayk von Wind umspielt wird. Die Entwicklung der Motive habe allein auf Gesprächen basiert. „Man will, dass die Person schön wirkt und sich mit dem Element verbunden fühlt“, sagte Sundsbö.

Der Pirelli-Kalender wurde im Jahr 1964 das erste Mal von Robert Freeman, damals bekannt für Beatles-Porträts, auf Mallorca produziert. 1974 erschien die vorerst letzte Ausgabe, die damaligen Weltwirtschaftskrise unterbrach die Neuauflagen für neun Jahre. Erst 1984 erschien wieder ein Pirelli-Kalender. In den 1990er Jahren begann der Aufstieg zum Kultstatus, erst durch die Models wie Helena Christensen, Cindy Crawford, Naomi Campbell, Tatjanna Patitz, Laetitia Casta und vielen mehr. Später folgten als Fotografen/künstlerische Leiter etwa Peter Lindbergh, Peter Beard, Karl Lagerfeld oder Annie Leibovitz sowie Bryan Adams. Die 2021er Ausgabe fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Seit 2016 hat der Kalender das Selbstverständnis, neue kulturelle und ästhetische Sensibilitäten aufzugreifen.

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