R & S Mobile: Groß, aber ein Familienunternehmen

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Der Kölner Ford- und Hyundai-Händler will seine Autos nicht allein über den Preis verkaufen. R&S setzt auf persönlichen Kontakt und guten Service.

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Geschäftsführer Reinhold Krause strahlt. Mit 3.200 verkauften Neuwagen und 1.400 Gebrauchten war 2008 das erfolgreichste Jahr in der Geschichte von R & S Mobile. „Die Strategie, dass wir nicht die billigsten sind, sondern Dienstleistungen verkaufen, hat sich bezahlt gemacht.“ Vor allem bei gewerblichen Kunden konnte der Kölner Ford- und Hyundai-Händler nach Auskunft seines Geschäftsführers punkten. 2009 wird noch einmal besser werden. Dieses Jahr stand auch bei R & S Mobile im Zeichen der Umweltprämie. „Wir werden am Jahresende etwa 1.300 Neuwagen mehr verkauft haben als 2008“, sagt Krause.

Man habe deshalb jedoch nicht mehr Geld verdient. In Zusammenhang mit der staatlichen Förderung habe R & S vor allem Kleinwagen verkauft, bei denen die Marge ohnehin nicht so hoch sei. Andererseits habe das zusätzliche Volumen einen höheren Aufwand und damit höhere Kosten verursacht, die die Mehreinnahmen größtenteils wieder aufgebraucht hätten. „Aber wir hoffen natürlich, dass die Kunden zum Service zu uns kommen“, so Krause. R & S bietet speziell für Umweltprämien-Autokäufer Aktionen an, bei denen sie das Autohaus besichtigen oder sich noch einmal beraten lassen können. „Wegen der großen Zahl an Fahrzeugen ging ein bisschen das Persönliche verloren“, erläutert Krause. Das wolle man nachholen, denn der direkte Kontakt ist für den Geschäftsführer sehr wichtig.

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„Wir sind schließlich ein Familienunternehmen. Ein großes zwar, aber immer noch ein Familienunternehmen“, sagt Krause. Das spiegelt sich auch in der Unternehmensspitze wider. Künftig wird Edith Strunk, die Tochter eines der Inhaber, als geschäftsführende Gesellschafterin mit in der Unternehmensführung tätig sein.

Marken laufen streng getrennt

Alle Unternehmensteile laufen bei R & S Mobile als eigene Profit-Center, für die es jeweils einen Verantwortlichen gibt. So soll der Erfolg der einzelnen Abteilungen besser nachvollzogen werden können. Die beiden Marken sind sowohl optisch als auch organisatorisch streng getrennt.

Auch für das Gebrauchtwagengeschäft gibt es eine eigene Abteilung, die unter der Marke „Autoland“ geführt wird. Dort kümmert man sich um das komplette Prozedere vom Ankauf beziehungsweise Eintausch über die Prüfung der Fahrzeuge bis zur Preisgestaltung – sowohl für die eigenen Marken als auch für Fremdfabrikate. „Ein Neuwagenverkäufer, der einen Gebrauchtwagen-Eintauschpreis selbst bestimmt, schießt gerne einmal übers Ziel hinaus, weil er das Geschäft unbedingt machen will“, berichtet Krause. Hier sollen die Gebrauchtwagenspezialisten für ein rentables Geschäft sorgen.

Nur die Nutzfahrzeugabteilung kümmert sich selbst um ihre Gebrauchten. „Hier braucht man mehr Spezialwissen als im Pkw-Bereich. Das müssen Fachleute machen“, erklärt der Geschäftsführer. Streng getrennt sind nicht nur die Marken, sondern auch die Standorte. Für beide Betriebe sind die wichtigsten Führungspositionen vor Ort besetzt.

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