Range Extender: Reichweite im Rucksack

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow

Das Prinzip klingt verlockend: Ein kleiner Verbrennungsmotor samt Generator produziert Strom und verhilft Elektroautos zu mehr Reichweite. Doch auch die Nachteile wiegen schwer.

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Der Range Extender im BMW i3 ist zwischen den Hinterrädern eingebaut.
Der Range Extender im BMW i3 ist zwischen den Hinterrädern eingebaut.
(Foto: BMW)

Die verrückteste Idee in Sachen Range Extender hatte vor ein paar Jahren Jaguar: In der Sportwagenstudie CX-75 von 2010 sollten zwei kleine Gasturbinen bei leerer Batterie neuen Strom erzeugen. Weder dieser wahnwitzige Antrieb noch das ganze Auto schaffte es jemals bis in die Serie, doch die Idee des Reichweitenverlängerers für Elektroautos hat sich mittlerweile etabliert. Das erste Serienmodell mit dieser Technik ist der BMW i3.

Mit ihrer speziellen Betriebsstrategie unterscheiden sich Range-Extender-Motoren deutlich von herkömmlichen Fahrzeugantrieben, weswegen sie in der Konstruktion eigene Anforderungen stellen. Da wäre zum einen der diskontinuierliche Betrieb: Das Powerpack ist nur ein Notbehelf, schließlich soll der Fahrer ja möglichst ausschließlich mit elektrischer Energie unterwegs sein. Im Idealfall würde er also nie anspringen – doch ist das gut für einen Motor?