Fahrradtransport auf der Anhängerkupplung Rate mal, wie stabil ich bin!

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 3 min Lesedauer

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Für den Belastungsfall des Fahrradträgers können Anhängerkupplungen gesondert geprüft werden – was selten geschieht. Und: Derart geprüfte Nachrüstkupplungen sind vorab nicht identifizierbar.

Laut ACPS Automotive ist im Vorfeld der Bestellung einer Nachrüst-Anhängerkupplung nicht erkennbar, ob die Kupplung nach CARLOS TC BC geprüft wurde.(Bild:  ACPS Automotive)
Laut ACPS Automotive ist im Vorfeld der Bestellung einer Nachrüst-Anhängerkupplung nicht erkennbar, ob die Kupplung nach CARLOS TC BC geprüft wurde.
(Bild: ACPS Automotive)

Gefühlt werden Anhängerkupplungen an Pkw heute mehr für den Transport von Fahrrädern und E-Bikes genutzt als für das Ziehen von Anhängern. Daraus resultiert ein Problem, denn längst nicht alle Anhängerkupplungen sind auch für die vertikale Belastung ausgelegt. Verstärkt wird das Problem durch die Verbreitung von E-Bikes, die wegen ihrer Akkus deutlich schwerer sind als Fahrräder.

Die Problemlösung in Form der Prüfnorm CARLOS TC BC existiert seit Ende der 2000er-Jahre, scheint jedoch bislang nur wenig Interesse zu wecken. Ein entsprechender servodynamischer Prüfstand steht im Dekra Technology Center in Klettwitz (Brandenburg). Wolfgang Sigloch, Sprecher der Prüforganisation, antwortet auf Anfrage von »kfz-betrieb«: „Der Schwerpunkt unserer Prüfungen liegt bei Anhängerkupplungen für die Erstausrüstung. Man kann bei den meisten Original-Anhängerkupplungen wohl davon ausgehen, dass sie den Test durchlaufen haben. Bei Nachrüstsystemen vermutlich nur, wenn das explizit angegeben ist.“