RDKS bei Nutzfahrzeugen: Das Versäumnis
Reifendruckkontrollsysteme sind bei Nutzfahrzeugen genauso sinnvoll wie bei Pkw. Trotzdem ist ihr Einsatz keine gesetzliche Pflicht. Wie viele Unfälle müssen noch passieren, bevor die EU hier tätig wird?
Anbieter zum Thema

Auf deutschen Autobahnen fliegen die Fetzen. Wohl jeder Reisende hat schon einmal die Überreste von Lkw-Reifen am Fahrbahnrand liegen sehen – bestenfalls. Denn wenn ein Reifen schlagartig versagt und die kiloschweren Bruchstücke der Lauffläche durch die Luft wirbeln, können schwere Unfälle passieren – und zwar nicht nur beim Verursacher, sondern auch im nachfolgenden Verkehr.
Schon eine kurze Internetrecherche fördert eine Vielzahl solcher Fälle zutage. „Lkw durchbricht Mittelleitplanke und kommt auf der Gegenfahrbahn zu liegen“ heißt es da. „Entgegenkommende Fahrzeuge können nicht mehr bremsen“, „Vier zum Teil schwer verletzte Insassen wurden ins Krankenhaus gebracht“, „Die Autobahn musste stundenlang gesperrt werden“. Solche oder ähnliche Polizeimeldungen finden sich fast jeden Tag irgendwo in Deutschland. Umso merkwürdiger ist es, dass es keine landesweite Statistik über Lkw-Unfälle durch Reifenplatzer gibt. Diese Schäden subsummiert das Statistische Bundesamt unter „fahrzeugbezogene Ursachen“, die „nur“ für rund sieben Prozent der Unfälle verantwortlich sind. Diese Zahl gilt für alle Fahrzeugarten, nicht nur für Trucks.
Voller Zugriff mit dem
Monatsabo Digital
-
Alle
Artikel
Inkl. werbefreies Lesen und jetzt NEU: Vorlese-Funktion
-
E-Paper-Archiv
Alle Ausgaben von 2004 bis heute
-
Nach dem Probezeitraum 16,90 € / Monat
Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen
Weitere Angebote erkunden