Renault-Rückruf: Master hat Problem mit Pritschenaufbau

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Weil ein Verlust der seitlichen und hinteren Bordwände droht, müssen Sicherheitsscharniere angebracht werden. Über einen Rückruf für den baugleichen Movano hat Opel noch nicht final entschieden.

Beim Pritschenwagen des Renault Master können die Bordwände abfallen.
Beim Pritschenwagen des Renault Master können die Bordwände abfallen.
(Bild: Renault)

Renault hat einen Rückruf für den Master III mit Pritschenaufbau des italienischen Spezialisten Scattolini gestartet, weil ein Bruch der Scharnierzapfen der seitlichen und hinteren Bordwände möglich ist. Betroffen seien Bordwände seit Fertigungsbeginn Ende 2010 bis 28. April 2015, sagte Martin Zimmermann, Vorstand Kommunikation der Renault Deutschland AG auf Anfrage von »Kfz-Betrieb«. Von den weltweit knapp 8.200 betroffenen Einheiten sind 3.136 in Deutschland gemeldet.

„Es sind uns einzelne Kundenfälle bekannt, in denen es zum Bruch der Scharniere kam“, sagte Zimmermann. Um einen möglichen Verlust der Bordwand bei Bruch aller Scharnierzapfen künftig sicher auszuschließen, würden nun Sicherheitsscharniere angebracht. Dies soll je nach Ausführung 1,7 bis 2,7 Stunden dauern. Die Durchführung der Maßnahme werde im internen Renault-Händlernetz-System vermerkt. Der Rückrufcode lautet „0C4M“

Inzwischen übernimmt auch Opel Schritte, um dem Problem beim baugleichen Movano zu begegnen. Betroffen ist laut einem Opel-Sprecher der Movano B der Modelljahre 2010 bis 2015 mit Pritsche. Er bestätigte am 31. März, dass auch an diesen Modellen die Scharniere der Bordwände brechen könnten. Die Kunden würden direkt benachrichtigt, die Scharniere ausgetauscht. In Deutschland könnten den Angaben zufolge 2.447 Fahrzeuge betroffen sein.

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