Nissan-Händlerverband Rendite-Rückgang macht dem Handel Sorgen

Von Yvonne Simon 6 min Lesedauer

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Die Umsatz-Rendite im Nissan-Handel ist höher als der Branchenschnitt, zuletzt aber deutlich gesunken. Auch wenn das Verhältnis zum Importeur intakt ist, wurden auf der Versammlung des Händlerverbands mehrere Schmerzpunkte diskutiert. Zum Beispiel der steigende Lieferdruck.

Die Führung des Nissan-Partnerverbands (VDNV): (v. l.) Alfred Gabrisch, Geschäftsführer Thorsten Herzog, Jürgen Mattern, Marlies Wegener, Michael Heistermann und Gerhard Rabus(Bild:  Simon – VCG)
Die Führung des Nissan-Partnerverbands (VDNV): (v. l.) Alfred Gabrisch, Geschäftsführer Thorsten Herzog, Jürgen Mattern, Marlies Wegener, Michael Heistermann und Gerhard Rabus
(Bild: Simon – VCG)

Weniger Absatz, weniger Rendite – das schwierige Marktumfeld macht auch den Nissan-Partnern zu schaffen. Zwar liegt die durchschnittliche Rendite mit zwei Prozent nach wie vor über dem Branchenniveau, aber eben auch deutlich unter dem Vorjahreswert von drei Prozent. Und die Tendenz sei weiter rückläufig, so der Tenor auf der Jahreshauptversammlung des Verbands der Nissan-Vertragspartner Deutschlands, die am Freitag in Dresden stattfand.

Für das Gesamtjahr erwartet der Verband eine Rendite zwischen 1,6 und 1,8 Prozent. Alarmierend sei, dass der Anteil der Händler, die Verluste einstecken, bei 25 Prozent liege. „Wir müssen uns Sorgen machen, dass wir das Eigenkapital verlieren, das wir in den Vorjahren aufgebaut haben“, warnte VDNV-Vorständin Marlies Wegener in ihrer Ansprache. Zwar sind die Bruttoerträge pro Fahrzeug stabil geblieben, allerdings steigen an allen Ecken die Kosten. Gleichzeitig schieben Käufer Anschaffungen lieber auf, und Nissan verfehlt auch 2024 bezüglich der Neuzulassungen die Erfolgsspur. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Absatz der Marke zwischen Januar und Oktober bei 1,1 Prozent Marktanteil um 5,8 Prozent gesunken, während der Gesamtmarkt um 0,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt.