Schadenauswertung Reparaturkosten – Sprung auf rund 660 Euro

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Die Reparaturkosten für Neu- und Gebrauchtwagen sind erneut gestiegen. Bei ihrer jährlichen Schadenauswertung stellte die CG Car-Garantie Versicherungs-AG fest, dass die garantiepflichtigen Schäden von durchschnittlich 618 Euro im Jahr 2022 auf 657 Euro im Jahr 2023 gestiegen sind.

Die Reparaturkosten sind 2023 um knapp 40 Euro auf durchschnittlich 657 Euro gestiegen. (Bild:  industrieblick - stock.adobe.com)
Die Reparaturkosten sind 2023 um knapp 40 Euro auf durchschnittlich 657 Euro gestiegen.
(Bild: industrieblick - stock.adobe.com)

Für die jährliche Schadenanalyse hat das Versicherungsunternehmen Car-Garantie rund eine Million Garantieverträge für Neu- und Gebrauchtwagen aller Marken und Modelle ausgewertet. Ziel war es herauszufinden, wie hoch die durchschnittlichen Reparaturkosten für garantiepflichtige Schäden sind.

Dabei stellte sich heraus, dass sich der seit Jahren bestehende Trend zu immer höheren Kosten fortsetzt: 2023 betrugen die Reparaturkosten im Schnitt 657 Euro. Schon 2022 hatte es einen Preissprung gegeben, der mit 618 Euro erstmals die 600-Euro-Marke überschritten hatte. Der Anstieg von 2022 auf 2023 ist mit einer Steigerung von fast 40 Euro aber noch einmal deutlich größer.

Marcus Söldner, Car-Garantie, registriert seit Jahren Preissteigerungen bei den Reparaturkosten. Aber von 2022 auf 2023 ist diese Steigerung außergewöhnlich groß.(Bild:  © www.flashpointstudio.de)
Marcus Söldner, Car-Garantie, registriert seit Jahren Preissteigerungen bei den Reparaturkosten. Aber von 2022 auf 2023 ist diese Steigerung außergewöhnlich groß.
(Bild: © www.flashpointstudio.de)

Dr. Marcus Söldner, Vorstandsvorsitzender Car-Garantie, hält die Preissteigerung von fast 40 Euro innerhalb eines einzigen Jahres für außergewöhnlich: „Die Gründe hierfür sind vielfältig: Internationale Krisen verteuern Rohstoffe und Ersatzteile und führen zu erhöhter Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit, was sich deutlich auf die Preise niederschlägt. Leider ist ein schnelles Ende dieser Krisen aktuell nicht in Sicht, es ist also gut möglich, dass sich dieser Anstieg weiter fortsetzt.“

Schadenssumme: Motor weiterhin teuerstes Bauteil

Wie in den vergangenen Jahren auch bleibt der Motor das teuerste Bauteil – sowohl bei Gebraucht- als auch bei Neuwagen. Bei Gebrauchtwagen stieg der Anteil der Motorschäden an der Schadenregulierungssumme im Vergleich zum Vorjahr (23,9 %) um zwei Prozentpunkte auf 25,9 Prozent. Bei den Neuwagen führt er die Liste mit 20,4 Prozent an (Vorjahr: 19,8 %).

Auf den Plätzen zwei und drei folgen 2023 die Kraftstoffanlage einschließlich Turbolader mit 17,6 Prozent (Gebrauchtwagen; Vorjahr: 18,0 %) beziehungsweise 17,1 Prozent (Neuwagen; Vorjahr: 18,9 %) und die elektrische Anlage mit 13,4 Prozent (Gebrauchtwagen; Vorjahr: identisch) beziehungsweise 14,7 Prozent (Neuwagen; Vorjahr: 13,2 %).

Schadenshäufigkeit: Elektrische Anlage wieder am anfälligsten

Die elektrische Anlage ist aufgrund immer komplexerer Elektrik und Elektronik in Fahrzeugen auch 2023 das Bauteil, das am häufigsten defekt ist. Bei den Gebrauchtwagen lag ihr Anteil an der Schadenhäufigkeit bei 22,1 Prozent (Vorjahr: 21,3 %), bei den Neuwagen lag er bei 22,2 Prozent der Schäden (Vorjahr: 20,2 %). Erneut liegt bei beiden Fahrzeugarten die Kraftstoffanlage auf Platz zwei. Bei Gebrauchtwagen ist sie für 17,7 Prozent der Schäden verantwortlich (Vorjahr: 18,2 %), bei Neuwagen für 15,1 Prozent (Vorjahr: 17,1 %). An dritter Stelle liegt bei den Gebrauchtwagen der Motor mit 14,0 Prozent (Vorjahr: 12,6 %) und bei den Neuwagen die Komfortelektrik mit 14,2 Prozent (Vorjahr: 13,0 %).

Schäden treten etwas später auf

Im Vergleich zum Vorjahr sind 2023 die Schäden etwas später eingetreten. Bei den Gebrauchtwagen traten 27,6 Prozent der Schäden innerhalb der ersten 5.000 Kilometer auf. Im Vorjahr waren es noch 29,2 Prozent.

21,2 Prozent der Schäden traten erst nach mehr als 25.000 Kilometer auf (Vorjahr: 18,5 %). Der Schadeneintritt nach Tagen zeigt ein ähnliches Bild: 25,8 Prozent der Schäden traten erst nach mehr als 360 Tagen auf. Im Vorjahr waren es nur 24 Prozent.

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