Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg Strafzölle gefährden den Automobilstandort

Von Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Der Ärger über die von der EU beschlossenen Zölle auf chinesische E-Autos hält an. Das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg fürchtet erhebliche negative Folgen für die heimische Automobilwirtschaft.

Die Entscheidung der EU-Länder in Brüssel, auf chinesische E-Autos Importzölle zu erheben, stößt auf erhebliche Kritik aus der Branche.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Entscheidung der EU-Länder in Brüssel, auf chinesische E-Autos Importzölle zu erheben, stößt auf erhebliche Kritik aus der Branche.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg warnt vor den Risiken der von der EU beschlossenen Strafzölle auf chinesische Elektroautos für die eigene und die deutsche Automobilwirtschaft.

Verbandspräsident Michael Ziegler betont, dass 40 Prozent des Absatzes von Volkswagen und über 30 Prozent von BMW und Daimler nach China gehen. Mit Strafzöllen könnten Gegenmaßnahmen Chinas drohen, die den deutschen Wirtschaftsstandort schwächen.

„Die Automobilregion Nummer eins in Europa steht vor einer Gegenreaktion, die uns empfindlich treffen könnte. Diese Gegenreaktion muss nicht zwingend in Form von direkten Sanktionen erfolgen. Die chinesische Seite könnte stattdessen die Preise für Komponenten erhöhen, die in deutschen oder europäischen Autos verbaut werden. Ohne chinesische Bauteile können wir hier keine Autos produzieren. Mögliche Preissteigerungen würden die Produktionskosten erheblich beeinflussen. Die Gefahr einer Eskalation trifft die Zulieferketten und damit direkt die Beschäftigten in Baden-Württemberg“, so Ziegler weiter.

Er betonte, dass sich die Automobilindustrie dem Wettbewerb und der notwendigen Innovation stellen müsse. Dazu gehöre auch der Aufbau einer konkurrenzfähigen Batterieproduktion in Europa, um langfristig unabhängig und erfolgreich zu sein. Strafzölle seien hier kontraproduktiv. Stattdessen sollte alles daran gesetzt werden, die europäische Automobilwirtschaft wettbewerbsfähig zu halten.

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