Insolvenz aufgehoben Komplettradspezialist RKKR kann weitermachen

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 1 min Lesedauer

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Die Gläubigerversammlung hat dem Sanierungsplan des saarländischen Unternehmens RKKR zugestimmt. Das ehemalige Mutterunternehmen Reifen Kiefer musste dagegen den Betrieb einstellen.

RKKR liefert Kompletträder vor allem an Autohersteller und Importeure (Symbolbild).(Bild:  Rosenow – VCG)
RKKR liefert Kompletträder vor allem an Autohersteller und Importeure (Symbolbild).
(Bild: Rosenow – VCG)

Das Amtsgericht Saarbrücken hat am 3. Juli 2023 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der RKKR GmbH in Mettlach-Orscholz (Saarland) aufgehoben. Damit kann der Hersteller von Kompletträdern, dessen Kunden vor allem Automobilhersteller, Importeure sowie Leasinggesellschaften sind, seinen Geschäftsbetrieb nun uneingeschränkt weiterführen. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 20 Millionen Euro hatte am 26. Juli vergangenen Jahres einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt, musste aber im Oktober die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens hinnehmen. Doch nun hat die Gläubigerversammlung der Sanierung durch den vorgelegten Insolvenzplan mit deutlicher Mehrheit zugestimmt.

„Unser Ziel, das Familienunternehmen fortzuführen, haben wir insbesondere aufgrund der Loyalität unserer Mitarbeiter, die dem Unternehmen während des gesamten Sanierungsprozesses zur Seite gestanden haben, und den zuverlässigen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten erreicht“, heißt es in einer Stellungnahme von Geschäftsführer Michael Kiefer und dem kaufmännischen Leiter Rainer Baßler. „Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken, ebenso wie beim Sachwalter, Rechtsanwalt Matthias Bayer, und dem Team von Lieser Management, die uns in dieser Zeit unterstützt haben.“

„Durch die Bereitstellung eines Sanierungsbeitrags aus dem Familienkreis konnte die quotale Befriedigung der Gläubiger sichergestellt werden. Diese Unterstützung hat schließlich einen wesentlichen Teil zum Gelingen der Sanierung und zum Erhalt aller Arbeitsplätze beigetragen“, ergänzt Rechtsanwalt Bayer. Während des gesamten gerichtlichen Sanierungsverfahrens war der Geschäftsbetrieb der RKKR GmbH weitergelaufen.

Weniger gut ging das Insolvenzverfahren für das frühere RKKR-Mutterunternehmen aus. Für die Reifen Kiefer GmbH konnte angesichts der schwierigen Marktlage und des harten Wettbewerbs im Bereich Kfz-Dienstleistungen nur ein Teilverkauf erzielt werden. Die Standorte in Saarlouis und Saarbrücken wurden an einen Investor zu übertragen. Die Standorte Trier und Oscholtz hingegen konnten nicht fortgeführt und erhalten werden. Der Geschäftsbetrieb der Reifen Kiefer GmbH wurde im März 2023 eingestellt.

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