197374, 191010, 126052 Robert Rademacher: Wandler zwischen den Welten
Rund 300 Persönlichkeiten aus Automobilwirtschaft und Kunst haben am Montag den 70. Geburtstag des ZDK-Präsidenten Robert Rademacher im Düsseldorfer Ständehaus gefeiert.
Eine Melange aus zwei Welten – der Kunst und des Automobils – hat sich zu den Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag von ZDK-Präsident Robert Rademacher ins Düsseldorfer Ständehaus eingefunden. Rund 300 Persönlichkeiten aus der Automobilwirtschaft und der Kunstszene gratulierten dem Grenzgänger, der wie kein anderer zwischen den beiden Welten wandelt und diese vereint.
Das Automobil sei seine Profession, die Kunst seine Passion, charakterisierte ZDK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Koblitz den Jubilar. In der Regel seien beide Interessensgebiete getrennte Universen. Nicht so bei Rademacher: Neben einer erfolgreichen beruflichen Karriere und dem Engagement für Kfz-Handel und -Gewerbe gilt sein Augenmerk zugleich der Kunstsammlung in Nordrhein-Westfalen. Seit mehr als 25 Jahre steht er dem Freundeskreis der Sammlung vor.
Haberl: Jedes Gespräch ein Gewinn
Als er vor etwa 40 Jahren sein erstes Bild gekauft habe, mussten vor allem Format, Farbe und Rahmen stimmen, erinnerte sich ZDK-Ehrenpräsident Fritz Haberl in seiner Ansprache. Doch sein Freund Robert Rademacher habe ihn blaue Flächen von Yves Klein und Nagel-Objekte von Günther Uecker zu schätzen gelehrt. „Jedes Gespräch war ein Gewinn, egal ob geschäftlich oder privat“, sagte Haberl.
Als Rademacher Anfang der 70er Jahre das Steuer beim Autohändler Gottfried Schulz übernahm, musste er zunächst eine gehörige Portion Skepsis ertragen. Durch wessen Körper nicht mindestens 50 Prozent Benzin fließe, könne eine solche Aufgabe nicht meistern, skizzierte Haberl die Vorbehalte. „Es hat aber nur kurz gedauert, bis ich feststellte, dass er ein prima Kerl ist.“
Florett statt Säbel
Trotz gemeinsamer Ziele unterschieden sich Haberl und Rademacher in ihrem Vorgehen. „Ich kämpfte lieber mit dem Säbel, er mit dem Florett“, verglich Haberl die Charaktere. „Er hat niemand verletzt, und trotzdem seine Ziele erreicht.“ (Weitere Bilder)
Dies gilt nicht nur für die Automobilwirtschaft, sondern auch für die Kunst. Rademachers Anwesenheit habe Gewicht, so NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff. Wenn er das Wort ergreife, würden sich Politiker anders benehmen. Rademacher strahle eine Mischung aus sehr bewusstem Auftreten bei gleichzeitiger Bescheidenheit aus. „Ein solche Mischung begegnet einem nur ganz selten“, betonte Grosse-Brockhoff.
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