Mercedes-Benz Rosier übernimmt Niederlassung Hannover

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

Die neue Niederlassungs-Verkaufswelle ist im vollen Gange: Zum 1. Oktober 2026 werden die acht Betriebe der Mercedes-Benz-Niederlassung Hannover Teil der Mendener Rosier-Gruppe. Das Familienunternehmen wächst dadurch auf 38 Betriebe.

Die Mercedes-Benz Niederlassung Hannover wurde von der Rosier-Gruppe gekauft.(Bild:  Rosier)
Die Mercedes-Benz Niederlassung Hannover wurde von der Rosier-Gruppe gekauft.
(Bild: Rosier)

Die Mendener Rosier-Gruppe übernimmt die Mercedes-Benz-Niederlassung Hannover mit 400 Mitarbeitenden und drei Betrieben in Hannover, sowie fünf weiteren Standorten in Stadthagen, Lehrte, Bückeburg, Hildesheim und Langenhagen. „Wir freuen uns sehr, dass wir den Zuschlag für die Niederlassung Hannover erhalten haben“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Rosier. Nach der notariellen Besiegelung des Kaufs Anfang dieser Woche sollen die Niederlassungsbetriebe in Hannover und Umgebung zum 1. Oktober 2026 in die Rosier-Gruppe integriert werden. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes.

Die Geschäftsführung der Rosier-Gruppe (v.li.): Geschäftsführer Marc Heinen,  geschäftsführender Gesellschafter Heinrich Rosier, und Direktor Organisation Paul Rosier, mit der Replik des Benz Patent-Motorwagens Nr. 1.(Bild:  www.opohl.de)
Die Geschäftsführung der Rosier-Gruppe (v.li.): Geschäftsführer Marc Heinen, geschäftsführender Gesellschafter Heinrich Rosier, und Direktor Organisation Paul Rosier, mit der Replik des Benz Patent-Motorwagens Nr. 1.
(Bild: www.opohl.de)

„Die Mercedes-Benz Niederlassung Hannover ist seit mehr als 100 Jahren fest in der Region verankert und ein wichtiger Mobilitätspartner für die Menschen dort“, sagt Paul Rosier, der als Direktor Organisation die vierte Generation in der Geschäftsleitung vertritt. Die Niederlassung bringe eingespielte Teams, loyale Kunden und eine starke Performance in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands mit und passe daher perfekt zur Rosier-Gruppe.

Für die familiengeführte Handelsgruppe ist es bereits die zweite Übernahme in jüngster Zeit: Rückwirkend zum 1. Januar 2025 hatte das Unternehmen die Autohof Reimers GmbH mit 320 Mitarbeitenden und fünf Standorten in Norddeutschland gekauft.

Mit der jüngsten Niederlassungs-Übernahme erschließt das Unternehmen künftig ein zusammenhängendes Geschäftsgebiet, das sich zum einen in einer West-Ost-Achse von Menden im Sauerland entlang der A2 bis nach Stendal im Osten erstreckt, und zum anderen in einer Süd-Nord-Achse von Hannover über Hamburg bis nach Sylt reicht. Künftig wird Rosier mit 38 Betrieben in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Schleswig-Holstein vertreten sein. Die Mitarbeiterzahl wächst auf knapp 2.000, darunter rund 340 Auszubildende. Der Gesamt-Umsatz beläuft sich nach der Übernahme auf rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr. Der Absatz steigt künftig auf rund 26.000 Fahrzeuge.

Erfahrung mit der Integration von Mercedes-Benz Niederlassungen hat Rosier bereits: 2016 hatte das Mendener Familienunternehmen im Zuge der ersten Verkaufswelle des Konzerns die ehemalige Niederlassung Braunschweig mit 350 Mitarbeitenden und sechs Standorten in ihre Strukturen integriert. Heute zählt die Niederlassung Rosier zufolge zu den erfolgreichsten und modernsten Betrieben innerhalb der Gruppe. „Unser Ziel ist es, dass der Stern auch in Hannover künftig noch heller strahlt. Dies wollen wir im partnerschaftlichen Verbund mit den Mitarbeitern vor Ort erreichen, mit einer starken Kundenorientierung und dem Anspruch, mit der Premiummarke Mercedes-Benz die Nummer 1 in der Region zu sein“, sagt Heinrich Rosier.

Neben der Kernmarke Mercedes-Benz vertreibt Rosier auch die Marken Audi, Volkswagen, Skoda, Seat, Cupra, Peugeot, Smart, Maxus, Fuso und Vespa.

Die zweite Welle der Niederlassungs-Verkäufe im deutschen Mercedes-Benz-Netz war im Februar gestartet. Vergangene Woche hatte die Lueg-Gruppe den Zuschlag für die Mercedes-Benz-Niederlassung Wuppertal erhalten.

Im ersten Schwung ihrer Niederlassungsverkäufe hatte Mercedes-Benz im vergangenen Jahr die Standorte Ulm, Mainz, Dortmund und Lübeck an neue Eigentümer übergeben: Ulm/Neu-Ulm ging an die neu gegründete Sterne-Gruppe, hinter der die Händler Kreuter-Medele-Schäfer und Abel+Ruf stehen. In Mainz kam die Schweizer Merbag zum Zug. Dortmund kaufte die Jürgens-Gruppe und in Lübeck übernahmen die Autohaus-Gruppen Süverkrüp und Brinkmann gemeinsam das Ruder.

Bereits 2015 hatte der Hersteller sein Niederlassungsnetz in Deutschland ausgedünnt und 63 Standorte an Händler verkauft. Der Verkauf der verbliebenen knapp 20 Niederlassungen mit über 70 Betrieben dürfte bald erfolgen.

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