Rückruf: VW und Renault haben Probleme mit den Windowbags

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Fahrern und Beifahrern im neuen VW-Bus T6 und im Renault-SUV Kadjar drohen bei einem Seitenaufprall erhöhte Verletzungsgefahr. Das Renault-Modell kann zusätzlich noch Kraftstoff verlieren.

(Bild: BMW)

Unterschiedliche Marken und Fahrzeugklassen, gleiches Problem: Sowohl der VW-T6-Bus als auch das SUV Renault Kadjar haben ein Problem mit dem Fensterairbag. Im Falle eines Seitenaufpralls besteht die Möglichkeit, dass die Vorhangairbags nicht korrekt auslösen. Unklar ist, ob der Airbag-Zulieferer bei beiden Rückrufen derselbe ist. Verletzungen aufgrund der Mängel gab es laut Herstellerangaben bisher nicht.

„Während der Fertigung der Seitenairbagmodule für den linken vorderen Sitz ist der Luftsack fehlerhaft in das Gehäuse eingelegt worden. Die fehlerhafte Lage des Luftsackpaketes im Seitenairbagmodul kann zu veränderten Füllzeiten, falschen Entfaltungsrichtungen und auch zu Luftsackplatzern führen“, erklärte ein Sprecher von VW-Nutzfahrzeuge auf Anfrage.

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Bei VW ist der Produktionszeitraum 3. November 2015 bis 16. Februar 2016 betroffen, bei Renault sind es alle bis einschließlich 4. Juni 2015 produzierten Fahrzeuge. In Deutschland werden an knapp 1.600 VW- (weltweit 3.973) und 131 Renault-Modellen (weltweit 1.072) die Vorhangairbags überprüft und getauscht. Die Aktion „69N7“ ist bei VW laut dem Sprecher in zwei Stunden erledigt.

Bei den Franzosen (Aktionscode „0C3H“) dauert es bis zu 90 Minuten länger. Hier wird zusätzlich noch die Befestigung des Kraftstoffeinfüllstutzens kontrolliert und gegebenenfalls modifiziert, weil sonst im Falle eines Unfalls auch ein Kraftstoffverlust droht.

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