Elektrik/Elektronik Rückrufwelle bei Hyundai – Kurzschlussgefahr und mehr

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Insgesamt fünf notwendige Werkstattaktionen für Hyundai-Modelle sind zuletzt bekannt geworden. Involviert sind der H-1, Ioniq 5N, Tucson, i20 und Bayon – in Summe sind etwa 7.500 Einheiten in Deutschland betroffen.

(Bild:  Hyundai)
(Bild: Hyundai)

Einige Rückrufmeldungen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zu Fahrzeugen von Hyundai gilt es näher zu beleuchten. Den größten Umfang hat eine Aktion für rund 51.000 Exemplare des Kastenwagens H-1. Aufgrund von Verschleiß der Verkabelung zwischen Generator und Sicherungskasten kann es zu einem Kurzschluss kommen. Bei Modellen aus dem Bauzeitraum 18. August 2010 bis 22. November 2018 besteht dadurch erhöhte Brandgefahr. Die Vertragsbetriebe überprüfen die Verbindung und verbauen eine neue Haltemutter oder gleich einen neuen Kabelbaum. Die Aktion trägt die Herstellerkennung „41D185“ und ist hierzulande für knapp 4.600 Einheiten vorgesehen.

Eine weitere Maßnahme mit dem internen Aktionscode „51D105“ gilt der Sportversion N der Elektromodells Ioniq 5. Diese verfügt über verschiedene Fahrmodi, darunter die sogenannte „Linksbremsfunktion“ (LFB), die bei besonders sportlicher Fahrweise (auf Rennstrecken) die gleichzeitige Bedienung von Gas- und Bremspedal ermöglicht. Bei aktivierter LFB könne es „durch eine fehlerhafte Software zu einer verringerten Bremsleistung aufgrund einer Druckentlastung im ABS-System kommen“, heißt es in einem Warnhinweis aus Flensburg.

Er gilt den Angaben zufolge weltweit für 4.580 Stromer, die zwischen 13. März 2023 und 11. Dezember 2024 das Werk verließen. In Deutschland sind davon 1.872 Exemplare gemeldet. Ein Softwareupdate für den integrierten elektronischen Bremskraftverstärker (IEB) soll Abhilfe schaffen. Da nach einem ersten Abhilfeversuch ein neues Problem auftrat, muss zusätzlich auch die Vehicle Control Unit (VCU) aktualisiert werden. Damit werde verhindert, dass es bei aktivierter „N-E-Shift-Funktion“ beim Loslassen des Gaspedals zu einer kurzen ungewollten Beschleunigung kommt, heißt es in einem Dokument der US-Verkehrssicherheitsbehörde. Die hatte die Maßnahme bereits im vergangenen Februar bzw. April gemeldet.

Kleinere Rückrufe für Tucson, i20 und Bayon

Den Kabelbaum in der Mittelkonsole des Tucson umverlegen müssen die Vertragsbetriebe im Rahmen der Maßnahme „41DC38“. Eine fehlerhafte Position des Kabelbaums könne zum Ausfall der Parksperre am Wählhebel führen, meldet das KBA. „Im Fehlerfall können Gänge ohne Betätigung der Bremse eingelegt werden und das Fahrzeug kann sich unerwartet selbstständig bewegen“. Von den insgesamt 8.669 SUV des Modelljahres 2025 befinden sich 231 in Deutschland.

Etwas über 800 von 4.314 sind von einem weiteren Tucson-Rückruf betroffen.  Die Vertragsbetriebe ersetzen bei ihnen die beiden Spurstangenköpfe an der Lenkung. Ansonsten droht laut Behörde ein Verlust der Lenkfähigkeit aufgrund einer fehlerhaften Gewindespezifikation an den Spurstangen. Die Kampagnennummer „51DC15“ gilt für den Produktionszeitraum 9. Mai bis 2. Juni dieses Jahres.

Noch ohne Stückzahlangabe für unseren Markt ist der Rückrufcode „51DT08“, der weltweit für etwa 3.400 Hyundai i20, inklusive der SUV-Variante Bayon, relevant ist. Die zwischen dem 9. August 2023 und dem 16. August 2024 gebauten Autos benötigen eine Softwareaktualisierung, um die Warnung vor und die automatische Bremsung bei Querverkehr (RCCA) zu verbessern. Bislang besteht die Möglichkeit, dass die Sensoren die Gefahr im Rückwärtsgang nicht rechtzeitig erkennen.

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