Rundumbetreuung für 366 Azubis

Redakteur: Johannes Büttner

Die Gottfried-Schultz-Gruppe aus Ratingen bietet 366 Azubis eine individuelle Betreuung. Dieses Engagement wurde beim Bundesbildungspreis mit dem dritten Rang in der Kategorie der großen Betriebe belohnt.

Anbieter zum Thema

Wenn ein Hersteller seine Handelspartner bei der Ausbildung unterstützt, sind die Betriebe gut beraten, die angebotenen Hilfsmittel einzusetzen. VW stellt das Programm VTA (Volkswagen Technologie für Auszubildende) zur Verfügung, das in der Branche guten Anklang findet. Viele engagierte Betriebe setzen es zur Qualifizierung ihrer besten gewerblichen Azubis ein. Bei der Gottfried-Schultz-Gruppe ist das anders. Sie verfolgt die Devise: „VTA für alle!“

„Alle“ bedeutet bei Gottfried Schultz eine gewaltige Zahl: Allein 219 angehende Kfz-Mechatroniker befinden sich dort zurzeit in der Ausbildung, hinzu kommen Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik, Fahrzeuglackierer sowie 101 kaufmännische Azubis – alles in allem 366 Lehrlinge. Angesichts solcher Dimensionen besteht die Gefahr, dass der einzelne Auszubildende zu einer anonymen Nummer in der großen Unternehmensgruppe wird.

Die Verantwortlichen bei Gottfried Schultz haben dies erkannt und tun etwas dagegen: Das Ausbildungsteam um Personalleiter Reiner Hanebeck sorgt dafür, dass sich jeder einzelne in der Unternehmensgruppe mit über 30 Standorten in Nordrhein-Westfalen vom ersten Tag an willkommen fühlt. Diesem Zweck dienen die Startmappe am Beginn der Ausbildung und der Kennenlerntag, zu dem das Unternehmen auch die Eltern seiner neuen Auszubildenden einlädt. Die gute Betreuung der Azbuis war ein wichtiges Kriterium dafür, dass die Gottfried-Schultz-Gruppe beim Bundesbildungspreis des Deutschen Kfz-Gewerbes 2009 den dritten Platz in der Kategorie „Große Betriebe“ erringen konnte.

Angenehmes Betriebsklima

Für ein gutes Betriebsklima während der Ausbildung sorgen beispielsweise die gruppeninterne Fußballliga um den Gottfried-Schultz-Cup, Kartrennen, gemeinsame Grillpartys oder die Azubi-Rockband.

Viele der Jugendlichen, die eine Lehre bei der Gottfried-Schultz-Gruppe beginnen, kennen den Betrieb bereits. Das Unternehmen hat sich ihnen zum Beispiel schon auf einer der Jobmessen in der Region als attraktiver Ausbildungsbetrieb präsentiert. Dort werben kaufmännische und gewerbliche Azubis für die Unternehmensgruppe. Oder sie organisieren zusammen mit ihren Vorgesetzten gleich eine Ausbildungsmesse im eigenen Autohaus.

Andere Azubis haben schon ein Praktikum in einem Gottfried-Schultz-Betrieb absolviert. Diesen Weg in die Ausbildung beschreiten immer mehr Jugendliche. Er bietet auch schwächeren Schülern die Chance, sich durch gute Leistungen für einen Ausbildungsplatz zu empfehlen.

Praktikanten, die sich ganz besonders hervortun, bietet Gottfried Schultz nach einem Orientierungsgespräch gleich einen Ausbildungsvertrag an.

Regelmäßiger Wechsel zwischen den Abteilungen

Kaufmännische Azubis können von der Größe und Vielfalt ihres Ausbildungsbetriebs profitieren. Sie wechseln nicht nur halbjährlich die Abteilung, sondern auch regelmäßig den Betrieb. Somit lernen sie frühzeitig ein breites Markenspektrum kennen: von VW, Skoda und Seat über Audi und Porsche bis hin zu Bentley.

Damit bei den vielen Wechseln kein Ausbildungsinhalt unter den Tisch fällt, hat der Referent für die kaufmännische Ausbildung, Andre Rahner, stets ein Auge darauf, dass der detaillierte und unternehmenseigene Ausbildungsplan genau eingehalten wird.

Erste Ansprechpartner für die Nachwuchskräfte im gewerblichen Bereich sind die Schulungsmeister Ralf Prochnau und Jürgen Steinike. Beide sind diplomierte Servicetrainer und aus dem produktiven Serviceprozess weitgehend befreit. Sie können sich also voll und ganz auf die Förderung der Azubis konzentrieren.

Zusammenarbeit mit Schulen und ÜBL

Das ermöglicht es ihnen auch, enge Kontakte zu den Partnern im dualen Berufsbildungssystem zu pflegen. Monatlich tauschen sie sich mit den Lehrern der Berufsschulen und den Ausbildern der überbetrieblichen Lehrgänge der Innungen aus.

Zentraler Arbeitsplatz der beiden Meister sind die zwei hauseigenen modernen Seminarräume für die regelmäßigen internen Schulungen sowie gleich nebenan die Schulungswerkstatt des Betriebs in Düsseldorf.

Dort können die Azubis an bis zu acht Projektfahrzeugen gleichzeitig arbeiten. Ständig kommen neue Werkzeuge, Teile und Autos hinzu. Sie haben die Möglichkeit, Tätigkeiten zu erlernen und einzuüben, die im normalen Berufsalltag und in der Schule zu kurz kommen. Bei Fragen und Problemen haben sie mit ihren Ausbildungsmeistern sofort kompetente Ansprechpartner.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:301363)