Sanierung Schade-Gruppe baut Stellen ab

Von Yvonne Simon 2 min Lesedauer

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Die Autohausgruppe Schade möchte mit einem Sanierungsplan zurück in die schwarzen Zahlen kommen, wie die „Thüringer Allgemeine“ berichtet. Einen Insolvenzantrag hat die Gruppe allerdings nicht gestellt.

Der Stammsitz der Autohausgruppe Schade in Eisenach(Bild:  Autohausgruppe Schade)
Der Stammsitz der Autohausgruppe Schade in Eisenach
(Bild: Autohausgruppe Schade)

Die Schade-Gruppe mit Stammsitz in Eisenach befindet sich in einer Restrukturierung. Darüber berichtete vergangene Woche die Regionalzeitung „Thüringer Allgemeine“. Dem Beitrag zufolge hat der Händler 50 Beschäftigte freigestellt. Geschäftsführer Holger Schade nennt gegenüber der Zeitung negative Unternehmensergebnisse der vergangenen beiden Jahre als Ursache für die Einschnitte. Die ausbleibenden Gewinne würden eine tiefgreifende Neuorganisation bestehender Strukturen, Abläufe und Zuständigkeiten erfordern.

Einen Insolvenzantrag habe die Gruppe nicht gestellt, betont der Geschäftsführer und tritt damit entsprechenden Gerüchten entgegen. Die Autohausgruppe habe Mitte letzten Jahres eine Unternehmensberatung beauftragt, ein Konzept für die Stabilisierung des Betriebs zu erstellen. Der Plan sieht vor, bis Ende 2027 Kosten zu senken, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Neben dem Stellenabbau geht es um Gehaltsverzicht und die Kürzung freiwilliger betrieblicher Leistungen.

Die Maßnahmen seien schmerzhaft, aber erforderlich, sagte Holger Schade der Thüringer Allgemeinen. Die Geschäftsführung habe die Belegschaft im November und Januar über anstehende Maßnahmen informiert. Der Geschäftsführung sei bewusst, dass „eine Vielzahl der getroffenen Maßnahmen nicht auf Zuspruch bei unseren Mitarbeitenden trifft“.

Holger Schade ist dem Bericht zufolge zuversichtlich, dass die Sparmaßnahmen einen erfolgreichen Geschäftsverlauf gewährleisten. Gleichwohl stehe der Automobilhandel vor weiteren großen Veränderungen; er könne nicht sagen, „wer da am Ende als Sieger herausgeht.“ Zudem sei man vom Wachstum der vergangenen Jahre verwöhnt gewesen.

Über die Schade-Gruppe

Die Schade-Gruppe beschäftigt um die 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vertritt die Fabrikate Mercedes-Benz, Hyundai, Maxus und Xpeng. Das Unternehmen hat Standorte in Hessen und Thüringen, konkret in Bad Hersfeld, Kirchheim, Fulda, Eisenach, Mühlhausen, Bad Salzungen, Schmalkalden, Gotha und Meiningen. Im Jahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen um die 165 Millionen Euro Umsatz und verkaufte gut 3.800 Fahrzeuge.

Das Engagement mit den asiatischen Marken hatte die Gruppe in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut. Erst im vergangenen Juli hatte Schade das Hyundai-Autohaus Weber & Diel in Fulda übernommen.

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