Halbjahresbilanz Schwaches Neuwagengeschäft belastet Hedin

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

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Der schwedische Mobilitätskonzern bekommt in Europa vor allem im Neuwagenvertrieb die Folgen der anhaltenden Marktschwäche zu spüren. Auch das Handelsgeschäft bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die Folge: Das Unternehmen will massiv auf die Kostenbremse treten.

Die Hedin-Gruppe kämpft mit den Auswirkungen der schwachen Neuwagen-Nachfrage in Europa.(Bild:  Hedin Group)
Die Hedin-Gruppe kämpft mit den Auswirkungen der schwachen Neuwagen-Nachfrage in Europa.
(Bild: Hedin Group)

Die schwedische Hedin Mobility Group hat ihren Halbjahresbericht 2024 für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni veröffentlicht – und die Zahlen sind sowohl für die Einzelhandelsaktivitäten von Hedin als auch im Fahrzeugvertrieb aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung wenig erfreulich. CEO Anders Hedin berichtet vor allem beim Neuwagenverkauf von einem Umsatzrückgang: „Wir sehen eine schwächere Nachfrage in den meisten unserer Märkte, insbesondere bei Elektrofahrzeugen, wo der europäische Markt komplex ist. Preisanpassungen bei Elektroautos haben unser Ergebnis mit erheblichen Abschreibungen und Verlusten belastet.“

Um dem Umsatzrückgang entgegenzuwirken und sich an die aktuellen Marktbedingungen anzupassen, hat Hedin ein Kostensenkungsprogramm eingeleitet, das sich auf alle Bereiche des Unternehmens auswirkt. Das Programm soll dem schwedischen Mobilitätsanbieter zufolge in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 erste Ergebnisse zeigen: Hedin will mithilfe des Programms, das im kommenden Jahr abgeschlossen werden soll, rund 1 Milliarde Schwedische Kronen (umgerechnet 88 Millionen Euro) jährlich einsparen.

Geplant ist Hedin zufolge, die Effizienz zu steigern und die Synergien, die sich aus den zahlreichen Akquisitionen der vergangenen Jahre ergeben haben, besser zu nutzen. Das schwedische Unternehmen rechnet für das zweite Halbjahr 2024 mit einer Marktstabilisierung und geht davon aus, dass durch die Sparmaßnahmen auch die Margen wieder steigen werden. Auch die Umsatzentwicklung sei im Vergleich zum Vorjahr als positiv zu bewerten: „Angesichts der Erwartung weiterer Zinssenkungen in Verbindung mit niedrigeren Inflationsprognosen sind wir optimistisch, dass sich die Wirtschaft und die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte allmählich verbessern werden“, so Anders Hedin.

Hier die wichtigsten Halbjahres-Kennzahlen der Hedin-Gruppe:

  • Der Nettoumsatz stieg um 25 Prozent auf 46,8 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) – 4,04 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 37,5 Milliarden SEK, umgerechnet 3,30 Milliarden Euro. Bereinigt um Akquisitionen und Wechselkursveränderungen sank der Nettoumsatz bei vergleichbaren Einheiten allerdings um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Das operative Ergebnis sank auf 234 Millionen Kronen, umgerechnet 20,57 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 785 Millionen Kronen, umgerechnet 69,00 Millionen Euro.
  • Das Betriebsergebnis für den Zeitraum ist mit einem Minus von 208 Millionen Kronen negativ (1. Halbjahr 2023: +917 Mio. SEK). In Euro umgerechnet ist das ein Rückgang von +80,60 auf -18,28 Millionen.
  • Der bilanzielle Verlust für den Zeitraum summiert sich auf 718 Millionen SEK (63,11 Mio. Euro) nach einem Gewinn von 552 Millionen SEK (48,52 Mio. Euro) im Vorjahreszeitraum.

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